
Ein Kleingarten oder Schrebergarten ist viel mehr als ein Stück Grün: Er ist Rückzugsort, Erntefläche, Spielwiese, und Lebensraum für allerhand Gartenbewohner. Wir unterstützen Sie bei der Kleingartengestaltung und -planung, zeigen, welche Pflanzen auf kleinem Raum glänzen, und wie ein natürlicher Sichtschutz gelingt. Zudem finden Sie hier Ideen, wie Sie Ihren Kleingarten naturnah gestalten und mit denen Sie die Parzelle pflegeleicht und günstig einrichten können.

Bevor Sie zum Spaten greifen, lohnt sich ein kurzer Blick nach vorn. Der erste Fehler in der Gartengestaltung entsteht oft dadurch, dass Ideen sofort umgesetzt werden, also sofort gepflanzt oder gebaut wird, ohne sich vorab Gedanken über die Nutzung zu machen. Ein paar Minuten Planung sorgen später für flüssigere Bewegungsabläufe, klare Wege, gut erreichbare Beete und eine Struktur, die auch nach Jahren noch Sinn ergibt.
Stellen Sie sich Ihren Garten im Alltag vor:
All diese Fragen beeinflussen die Gestaltung Ihres Schrebergartens. Nachdem Sie Ihre Prioritäten kennen, zeichnen Sie Ihre Parzelle möglichst maßstabsgetreu auf. So wird sichtbar, wo Engstellen entstehen oder unnötige Umwege verursacht werden. Wenn Sie mit einer Zeichnung planen, vermeiden Sie außerdem spätere Korrekturen, Materialverschwendung und Fehlkäufe. Die Skizze muss nicht perfekt sein. Wichtig ist, dass Sie auf der Zeichnung die einzelnen Bereiche des Kleingartens erkennen können: Laube, Terrassenfläche, Beete, Wasserstellen, Wege, Kompostplatz und Sitzbereiche.

Ein Garten wirkt ruhig und harmonisch, wenn er in klar erkennbare Funktionsbereiche eingeteilt ist. Diese Zonen erleichtern nicht nur die Orientierung, sondern auch die Pflege. Gestaltungsideen umfassen zum Beispiel:
Durch kurze Wege, klare Kanten und wiederkehrende Materialien entsteht ein einheitliches, ansprechendes Bild, das den Garten größer wirken lässt.

In Deutschland gilt das Bundeskleingartengesetz. Bei der Planung des Schrebergartens muss deswegen die klassische Dreiteilung berücksichtigt werden:
Diese Dreiteilung ist weniger streng, als sie auf den ersten Blick erscheint, denn die Bereiche dürfen durchaus ineinander übergehen. Ein Gemüsebeet kann in ein Staudenbeet auslaufen und die Rasenfläche eine Sitznische umspielen. Wichtig ist nur, dass die Bereiche erkennbar bleiben. Informieren Sie sich vorab über weitere Regeln in der Kleingartenanlage und sprechen Sie bei Unsicherheiten am besten mit dem zuständigen Kleingartenverein.
Bei der Planung des Schrebergartens muss gemäß des Bundeskleingartengesetzes die klassische Dreiteilung mit Gartenlaube + Freisitz, Nutzgarten und Ziergarten berücksichtigt werden.
Ob mediterran (mit Kies, Terrakotta-Töpfen und Olivenbäumchen), modern (Gräser, Beton und klare Geometrien), naturhaft (geschwungene Formen, heimische Kräuter) oder ein Landhausstil (üppige Stauden, Rosen, Holz) – wählen Sie einen Stil und bleiben Sie dabei! Kleine Gärten profitieren von Wiederholung und Reduktion. Die Idee daher: Lieber wenige Highlights bewusst setzen als viele Einzelstücke. Wiederkehrende Farben, Materialien und Formen bringen Ruhe.

Wege und Wasser gehören zu den wichtigsten Grundlagen, wenn Sie Ihren Schrebergarten funktional und dauerhaft pflegeleicht gestalten möchten.
Wege sollten alle wichtigen Bereiche verbinden. Ideal sind Materialien wie:
Diese Beläge sind wasserdurchlässig, verhindern Staunässe und wirken natürlicher als geschlossene Pflasterflächen. Sie lassen den Garten atmen und bewahren den Boden vor Verdichtung. Ein umlaufender Pflegeweg rund um die Beete sorgt dafür, dass Sie das Beet nicht betreten müssen. So bleibt der Boden im Beet locker und kann Wasser besser aufnehmen. Das Bodenleben bleibt aktiv, Pflanzen wurzeln tiefer und die Pflege fällt leichter.
Planen Sie die Wasserversorgung am besten gleich mit. Je früher Sie sich Gedanken machen, desto besser funktioniert die Pflege später:
Gerade wenn Sie den Schrebergarten pflegeleicht gestalten möchten, lohnt es sich, die Wasserversorgung durchdacht anzulegen. Eine gut geplante Basis reduziert den Aufwand im Sommer enorm.

Der Boden ist das Fundament Ihres Gartens. Egal, wie pflegeleicht eine Pflanze ist: bei schlechter Bodenqualität bleibt sie hinter ihren Möglichkeiten zurück. Deshalb lohnt es sich, Beete besonders sorgfältig zu bearbeiten.
Das ideale Beet im Kleingarten besteht aus:
Er wirkt wie eine Isolationsdecke:
Unsere Mulche im Überblick
In Hochbeeten lohnt es sich, mit Schichten zu arbeiten: ganz unten eine Drainageschicht, darauf folgen Kompostschicht und Pflanzschicht, als letztes eine Mulchschicht. So entsteht ein luftiger, nährstoffreicher Boden, in dem Pflanzen kräftig wachsen.
Ein kleiner Garten kann unglaublich vielfältig sein, wenn man die richtigen Pflanzen auswählt. Entscheidend sind:
So entsteht ein Garten, der sich mit der Zeit selbst stabilisiert und wenig Arbeit macht, aber viel Freude bringt. In einem Kleingarten zählt jeder Quadratmeter und genau deshalb lohnt es sich, nicht die größten, sondern die praktischsten Pflanzen auszuwählen.
Obst im Kleingarten eignet sich wunderbar für eine Naschecke – ein kleines Paradies für Selbstversorger. Und das Beste: Die kleinen, kompakten Sorten sind wahre Raumsparwunder. Geeignet sind zum Beispiel folgende Obst- und Beerenarten: Erdbeeren (je nach Sorte als aromatische Bodendecker oder Ampelpflanzen), Johannisbeeren, Stachelbeeren, Holunderbeeren, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen.
Besonders platzsparend wachsen Beeren am Spalier. Das sieht nicht nur elegant aus, sondern spart auch Platz: Statt in die Breite wachsen die Sträucher schlank und aufrecht in die Höhe. Die Pflanzen bleiben luftig, lassen sich einfach ernten und sorgen im Sommer für schöne Farbakzente.
Wenn Sie gerne Äpfel, Birnen oder Pflaumen ernten, sind Säulen- oder Zwergobstsorten in Ihrem Kleingarten die perfekte Wahl: schmal im Wuchs, trotzdem ertragreich und in kleinen Gärten sogar besser zu pflegen als große Bäume. Wer seinen Kleingarten günstig gestalten möchte, trifft hier eine sehr nachhaltige Entscheidung, denn sind sie einmal gepflanzt, schenken diese Pflanzen Ihnen viele Jahre lang Ernte.

Gemüse gehört in jeden Kleingarten und mit der richtigen Bepflanzung wird selbst ein kleines Beet zur ertragreichen Fläche. Für Einsteiger und vielbeschäftigte Hobbygärtner eignen sich besonders Kulturen, die schnell wachsen und kleine Fehler verzeihen: Pflücksalat, Rucola, Spinat, Radieschen, Kohlrabi.
Wer mehr aus seiner Fläche herausholen möchte, setzt auf Klettergemüse wie Stangenbohnen, Erbsen, Gurken oder Klettertomaten. Sie ranken entlang von Zäunen, Bambusstäben oder Pergolen und eröffnen damit ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Eine gute Idee ist auch eine geschickte Fruchtfolge-Planung: Damit können Sie Ihr Beet fast das ganze Jahr nutzen. Ein Beispiel:
So wird das Beet zu einem kleinen Jahreszeiten-Kreislauf. Mehr Tipps zum Anlegen eines Gemüsebeets finden Sie in unserem Artikel „Gemüsegarten anlegen – gut geplant ist halb geerntet!“.
Kräuter sind wahre Alleskönner und bringen Duft, Struktur und Nutzen in den Kleingarten: Rosmarin, Thymian und Oregano lieben sonnige Plätze, kommen mit Hitze gut zurecht und verströmen ein mediterranes Fair. Schnittlauch, Salbei, Zitronenmelisse, Minze sind ebenso dankbar, kommen aber auch in halbschattigen Bereichen zurecht. Besonders auf der Terrasse, in Töpfen oder Balkonkästen, entfalten sie ihr Aroma. Ein kleiner Kräutergarten oder eine Kräuterspirale am Sitzplatz sorgt dafür, dass die Terrasse im Sommer zu Ihrem duftenden Lieblingsplatz wird.
Mehr Inspiration finden Sie in unserem Artikel „Mediterrane Kräuter: pflanzen, pflegen und verarbeiten“.
| Bereich | Beispiele für geeignete Arten |
|---|---|
Obst & Beeren | Erdbeeren (je nach Sorte als aromatische Bodendecker oder Ampelpflanzen), Johannisbeeren, Stachelbeeren, Holunderbeeren, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen |
Gemüse | Pflücksalat, Rucola, Spinat, Radieschen, Kohlrabi |
Kräuter | Sonniger Standort: Rosmarin, Thymian und Oregano |

Mit Stauden und Gräsern gestalten Sie das Rückgrat Ihres Kleingartens. Mehrjährige Pflanzen kommen jedes Jahr wieder, verändern sich mit den Jahreszeiten und schaffen ein lebendiges, natürliches Bild.
Mit Lavendel, Mädchenauge, Aster, Herbstanemone und Patagonischem Eisenkraut holen Sie sich eine beeindruckende Blütenvielfalt ins Beet. Diese Blumen sind robust, pflegeleicht und locken Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge an. Durch kluge Kombination gelingt eine Blühstaffel, bei der von Frühling bis Herbst immer etwas blüht.
Gräser wie Lampenputzergras oder gestreiftes Reitgras bringen Bewegung in den Garten. Wenn der Wind hindurchfährt, wirkt selbst eine kleine Fläche dynamisch und lebendig. Farne wie Goldschuppenfarn oder Königsfarn sind wahre Schattenspezialisten: Sie verwandeln dunkle Bereiche in kleine Dschungel-Oasen und sorgen für eine beruhigende Atmosphäre.
Ein paar Immergrüne Gehölze, zum Beispiel Eibe oder Berberitze, halten Ihren Garten ganzjährig in Form. Sie geben Struktur in den Wintermonaten und sind wunderbare Partner für Stauden und Gräser.
Eine Mischkultur ist eine der einfachsten und zugleich wirksamsten Methoden, um Pflanzen gesund und pflegeleicht wachsen zu lassen. Gleichzeitig schaffen Sie dadurch auch optisch harmonische, abwechslungsreiche Beete.
Unser Experte Werner Peitzmann empfiehlt folgende Duos, die sich gegenseitig fördern:
Einige Pflanzen sind im Kleingarten schlicht unpraktisch oder sogar verboten.
Sehr hochwüchsige Bäume wie Eiche, Buche, Ahorn, Fichte und Kiefer werfen viel Schatten, wurzeln kräftig und sind laut Schrebergarten-Regeln oft untersagt. Gleiches gilt für ausbreitungsfreudige Arten, zu denen viele Bambusse und manche Miscanthus-Typen zählen, da sie schnell zur Herausforderung werden können.
Auch einjährige Großprojekte wie zum Beispiel üppige Sommerblumen-Wiesen oder riesige Kürbisse verursachen vergleichsweise viel Arbeit. Besser eignen sich mehrjährige Grundstrukturen, die Sie jährlich mit ein paar einjährigen Farbtupfern ergänzen.

Für eine harmonische Gartengestaltung im Kleingarten eignen sich besonders runde oder ovale Rasenflächen, da sie den Garten optisch öffnen. Umrahmen Sie den Rasen mit Stauden, Gräsern oder niedrigen Hecken. Das setzt die Fläche in Szene und schafft pflegeleichte Kanten.
Ideale Bedingungen für eine Aus- oder Nachsaat schaffen Sie mit dem COMPO Rasen-Fit Keimsubstrat. Dank seiner speziellen 5in1 Formel speichert das Substrat Feuchtigkeit dort, wo die Saat sie braucht, schützt die Saat vor Verwehen und Vogelfraß und schafft gleichmäßige Keimbedingungen – ideal für Neuanalagen in kleinen Zonen, aber auch beim Ausbessern einzelner Stellen
Beachten Sie, dass Lücken im Rasen Einladungskarten für Moos und Unkraut sind. Reparieren Sie Schäden deswegen rasch, am besten mit einer schnell keimenden Nachsaat. Mit der COMPO Turbo-Nachsaat sind bereits nach ein bis zwei Wochen Ergebnisse sichtbar. Besonders wichtig für den Erfolg ist es allerdings, die Rasenfläche in den ersten Wochen nach dem Säen konsequent und gleichmäßig feucht halten.
Um den Rasen dauerhaft dicht zu halten und damit Moos und Unkraut zu vermeiden, sorgen Sie zusätzlich für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung. Der COMPO Rasen-Langzeitdünger gibt Nährstoffe kontrolliert über Wochen ab. Das ist ideal, wenn Sie nicht ständig nachdüngen möchten oder mit einem Mähroboter arbeiten. Wenn Sie auf der Suche nach einem organischen Dünger sind, bietet der COMPO BIO Rasendünger Aktion eine zuverlässige und anwenderfreundliche Alternative mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch der COMPO BIO Rasendünger Unkraut & Moos Nein Danke! ist wunderbar geeignet: Er ist der einzige natürliche Rasendünger mit vorbeugender Wirkung gegen die Neubildung von Unkraut und Moos.
Weitere wichtige Pflegerountinen für den Rasen haben wir in einer Checkliste für Sie zusammengefasst:
Ausführliche Informationen rund um die Rasenpflege finden Sie in unseren Ratgebern im Bereich "Rasen".
Insbesondere um die Terrasse oder Sitzbereiche im Kleingarten zu gestalten, lohnt sich ein gut geplanter Sichtschutz, zum Beispiel durch Hecken oder Rankelemente.

Zu den heimischen, robusten Heckenarten zählen zum Beispiel Liguster, Feldahorn und Weißdorn. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie gut zu schneiden sind. Weitere Heckenarten gibt es in unserem Artikel „Heckenarten: Welcher Heckentyp sind Sie?“ zu entdecken.
Junge Hecken und müde Altbestände profitieren von einer Anschubhilfe: Ein passender Dünger wie der COMPO Heckenturbo unterstützt ein rasches Triebwachstum und sattes Blattgrün. Bringen Sie den Dünger gleichmäßig im Wurzelbereich aus, arbeiten Sie ihn leicht ein und wässern Sie anschließend gründlich. In der Vegetationszeit genügen wenige, gut getimte Gaben. Schauen Sie auch in unsere „Tipps zur Neuanlage und Pflege von Hecken“, um sich schnell und zuverlässig vor neugierigen Blicken schützen zu können.
Eine Pergola mit Wein, Clematis, Geißblatt oder Kletterhortensie schafft Sichtschutz mit Charakter. Neben ihrem einladenden Aussehen, dienen Rankgitter mit Kletterern auch einem Sichtschutz, bis die im Schrebergarten gepflanzte Hecke dicht ist.
Besonders beliebt bei Hobbygärtnern ist ein Kleingarten, der naturnah gestaltet als Paradies für Bienen, Vögel und Kleintiere dient. Dieses Konzept verbindet Ästhetik, Ertrag und Ökologie und ist oft sogar pflegeleichter, als ein „steriler“ Garten.
Mögliche Elemente sind:
Solche Biotope fügen sich wunderbar in jede Gartengestaltung ein und erhöhen die Artenvielfalt.

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