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Steckbrief

Trauermücken

Trauermücken

Eigenschaften

Wirtspflanze:
Sämlinge, Stecklinge, Jungpflanzen, Gemüse- und Zierpflanzen, keine bevorzugten Wirtspflanzen
Symptome:
Trauermückenlarven in der Erde
Aussehen:
schmutzig weiße Larven mit schwarzer Kopfkapsel, 6-7 mm groß, dunkel gefärbte Mücken, 2-5 mm groß

Befallszeit

Beschreibung

Trauermücken erkennen

Kleine schwarze Fliegen – Achtung Trauermücken

Die meisten Pflanzeneltern hatten vermutlich schon einmal mit ihnen zu kämpfen: Trauermücken. Die mit der Stechmücke verwandten Plagegeister, die um Ihre Zimmerpflanzen herumschwirren, sind zwar nicht wirklich schädlich, aber durchaus lästig. Problematisch sind allerdings die Larven der Trauermücken, die sich in der Erde befinden. Normalerweise ernähren sich die Larven von organischem Material wie Pilzhyphen, weichen Blättern, Moos und Algen. Da sie aber auch vor Pflanzenwurzeln keinen Halt machen, kann es hier zu großen Problemen kommen. Das gilt insbesondere für Jungpflanzen, die ohnehin ein noch nicht so ausgeprägtes Wurzelwerk haben. Haben die Trauermücken zu viele Wurzeln verspeist, kann es passieren, dass die Pflanze nicht mehr genügend Nährstoffe und Wasser über die Wurzeln aufnehmen kann. Deshalb ist eine schnelle Bekämpfung bei einem Trauermückenbefall besonders wichtig.

Wie erkennt man einen Trauermückenbefall?

Sind Ihre Zimmerpflanzen von Trauermücken befallen, erkennen Sie das an den kleinen schwarzen Fliegen. Vor allem beim Gießen werden diese hochgeschreckt und schwirren um die Pflanze herum. Trauermücken haben einen zwei bis fünf Millimeter langen, dunkel gefärbten Körper und sind am besten durch ihren leicht taumelnden Flug zu erkennen. Zwar sehen Fruchtfliegen recht ähnlich aus, sie haben aber deutlich kürzere Beine und kleinere Flügel als die Trauermücken. Ganz sichergehen können Sie übrigens mithilfe von Gelbtafeln: Ihre namensgebende Farbe lockt die Trauermücken an, die dann auf der beleimten Fläche kleben bleiben.

Sieht die Pflanze außerdem geschwächt aus, obwohl der Standort passt und sie gut gedüngt ist, empfiehlt es sich, die Pflanze aus dem Topf herauszunehmen und den Wurzelballen zu untersuchen. So kann man feststellen, ob sich bereits Trauermückenlarven angesiedelt haben. Die kleinen Tiere sind sechs bis sieben Millimeter lang, schmutzig-weiß und haben eine schwarze Kopfkapsel. Denn generell gilt: Da, wo der ausgewachsene Schädling ist, finden sich in der Erde sehr wahrscheinlich auch Larven. Schließlich legen die Weibchen der Trauermücken bis zu 160 Eier ab - da kommt es leicht zur Massenvermehrung.

Unser Tipp

Trauermückenlarven fühlen sich in feuchter Erde besonders wohl – modrig riechende Erde ist deshalb ein wichtiges Indiz für einen Befall mit Trauermücken.

Bekämpfung

Trauermücken bekämpfen

Trauermücken loswerden - so geht's!

Eine wichtige Erste-Hilfe-Maßnahme gegen Trauermücken ist: weniger gießen. Die Larven lieben nasse Erde und entwickeln sich dort besonders gut. Ist das Substrat trockener, fühlen sie sich deutlich weniger wohl. Die Glücksfeder oder verschiedene Sukkulentenarten wie der Bogenhanf oder der Geldbaum überstehen kurze Trockenphasen problemlos. Calathea, Musa und andere feuchtigkeitsliebenden Pflanzen vertragen eine Durststrecke hingegen weniger gut. Am besten wenden Sie die Fingerprobe an, um herauszufinden, ob Sie zur Gießkanne greifen müssen – denn bei feuchter Erde sollte die Kanne in jedem Fall stehen bleiben.

Weniger gießen kann zwar helfen – bei einem starken Befall müssen Sie jedoch zu anderen Mitteln greifen, um die Larven effektiv zu bekämpfen.

Trauermückenfänger

Gelbtafeln – Mittel gegen Trauermücken

Bereits geschlüpfte Trauermücken lassen sich recht zuverlässig mithilfe von Gelbtafeln wie dem COMPO BIO Trauermückenfänger fangen. Die kleinen Leimtafeln gibt es für Zierpflanzen und Gemüse im Haus sowie für den Wintergarten, das Gewächshaus und den Balkon. Stecken Sie die Gelbstecker einfach in die Erde. Der spezielle Gelbton, der den Tafeln ihren Namen gibt, lockt die Trauermücken an und sorgt für den Fangerfolg. Die erwachsenen Mücken werden abgefangen und die Eiablage unterbunden.

Single-Dose-Trauermücken

Trauermücken bekämpfen – mithilfe von Neem

Gegen die Larven in der Erde können Sie ein Mittel auf Neembasis anwenden, das dem Gießwasser beigemischt wird. Bei dem Neemöl handelt es sich um einen natürlichen Wirkstoff aus den Kernen des indischen Neembaums, der dafür sorgt, dass die Larven in der Erde absterben, ohne dass dabei Ihre Pflanze geschädigt wird. So wird die gesamte Population der Trauermücken nachhaltig bekämpft. Für Bienen ist das Mittel auf Neembasis völlig unbedenklich. Besonders wenn sich der Befall mit Trauermücken in Grenzen hält und nur einzelne Pflanzen betroffen sind, lohnt es sich, auf das COMPO BIO Trauermücken-frei in einer Single-Dose-Flasche zurückzugreifen. Dabei handelt es sich um praktische Portionsflaschen, die einfach zu handhaben sind: Da die Portionsgrößen auf Standardgrößen abgestimmt sind, braucht man nichts rechnen, abmessen oder dosieren. Man füllt einfach den gesamten Inhalt des Single-Dose-Fläschchens in die Gießkanne und bewässert damit die Erde seiner befallenen Pflanzen. Somit entfällt auch das Entsorgen von Wirkstoffresten. Beachten Sie beim Gießen mit Neemöl, dass die Erde nicht ausgetrocknet sein sollte, da sich die Lösung besser verteilt, wenn das Substrat leicht feucht ist.

Nützlinge fördern gegen Trauermücken

Um Trauermücken loszuwerden, können Sie auch die Ansiedlung von Nützlingen fördern. Zu den Nützlingen gegen einen Befall mit Trauermücken zählen beispielsweise Raubmilben oder Nematoden. So sind die Larven der Trauermücke für die Nematodenart Steinernema feltiae eines ihrer Leibgerichte. Allerdings helfen die Nematoden ausschließlich gegen die Larven in der Erde. Gegen die erwachsenen Trauermücken sollten weiterhin Sie weiterhin Gelbtafeln einsetzen.

Wie Trauermücken in die Blumenerde kommen

Erde ist ein Naturprodukt und muss deshalb nach der Abfüllung atmen können. Aus diesem Grund haben die Beutel Löcher, die zwar winzig, aber zugleich groß genug sind, sodass die kleinen Trauermücken hinein gelangen können - allerdings nicht zwingend in Massen. Theoretisch reicht aber leider schon eine einzige Trauermücke aus, um einen kleinen Schwarm zu verursachen, da sie bis zu 160 Eier legen kann.

Ob eine Blumenerde von Trauermücken befallen ist oder nicht, sagt daher nichts über ihre Qualität aus. Da in Gartencentern, Baumärkten und Co. Erdenpaletten unterschiedlicher Hersteller meistens nebeneinander gelagert werden, können sich die Trauermücken ungehindert ausbreiten. Besonders bei Erden, die im Außenbereich gelagert werden, ist Vorsicht geboten. Pfützen und andere offene Wasserstellen können ein Indiz sein, dass Trauermücken vorhanden sind. Die Erde deshalb vorsorglich mit Schädlingsbekämpfungsmittel zu versetzen, ist aber weder nachhaltig noch verhältnismäßig, denn die kleinen Trauerfliegen sind im Grunde genommen vollkommen harmlos.

Übrigens: Neben den Larven der Trauermücken können noch weitere Tiere in der Erde Ihrer Pflanze zu finden sein wie Springschwänze. Die weißen, hüpfenden Insekten sind meist nur ein bis fünf Millimeter lang und ernähren sich im Gegensatz zu Trauermücken in der Regel nur von den bereits abgestorbenen Pflanzenteilen. Da sich aber ebenfalls rasend schnell vermehren können, sollten Sie einem Befall schnell entgegenwirken. Das gelingt beispielsweise mithilfe von Wasser. Dafür stellen Sie den Wurzelballen Ihrer Pflanze für etwa eine halbe Stunde unter Wasser. Die Springschwänze treiben dadurch an die Oberfläche und Sie können diese einfach abschöpfen. Danach braucht die Pflanze erst mal nicht gegossen werden, es kann sogar sinnvoll sein, Ihren grünen Liebling umzutopfen. Alternativ können Sie auch Raubmilben gegen Springschwänze einsetzen.

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