Rasen mit Unkraut und blühendem Löwenzahn
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Löwenzahn entfernen: Die besten Methoden für Garten & Rasen

Ob im Rasen, im Beet oder zwischen den Fugen von Pflastersteinen – Löwenzahn hat keine großen Ansprüche und ist deswegen ein besonders weitverbreitetes Unkraut im Garten. Doch mit den richtigen Methoden und Mitteln lässt sich Löwenzahn effektiv und dauerhaft bekämpfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Löwenzahn am besten entfernen und was langfristig gegen das Wildkraut hilft.

Warum ist Löwenzahn im Garten ein Problem?

Löwenzahn ist mit seinen gezackten, rosettenartig angeordneten Blättern und den gelben Blüten, nicht nur optisch auffällig, sondern auch äußerst widerstandsfähig. Seine tiefen Pfahlwurzeln machen ihn zu einem der hartnäckigsten Unkräuter im Rasen und Beet. Wird er nicht rechtzeitig entfernt, breitet er sich rasant aus und verdrängt andere Pflanzen, wie auch Rasengräser. Im Rasen fällt Löwenzahn durch seine gelben Blüten besonders auf und sorgt für unschöne Lücken im satten Grün. Wir empfehlen allen Hobbygärtnern daher, Löwenzahn möglichst rasch aus dem Rasen oder dem Beet zu entfernen – am besten vor der Samenreife, sodass nicht unkontrolliert neue Pflanzen nachwachsen. Warten Sie also nicht, bis sich Pusteblumen bilden, sondern werden Sie sofort aktiv, um den Löwenzahn dauerhaft wieder loszuwerden. Spätestens, wenn die gelben Löwenzahnblüten sichtbar sind, wird es Zeit, die Pflanzen zu beseitigen – bestenfalls mitsamt der Wurzel.

Löwenzahn frühzeitig entfernen

Eine einzelne Pusteblume kann über 100 Samen tragen. Haben sich die Samen erstmal im Garten verteilt, können Sie bis zu zehn Jahre keimfähig bleiben. Wer rechtzeitig dran ist, spart sich also eine Menge Arbeit und Nerven.

Effektive Methoden zur Entfernung von Löwenzahn

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Löwenzahn mechanisch entfernen

1. Rasenmähen bzw. Blütenköpfe abschneiden

Als Erste-Hilfe-Maßnahme können Sie die Blütenköpfe einfach abschneiden beziehungsweise abmähen. Damit reduzieren Sie zumindest vorerst das Risiko, dass sich der Löwenzahn weiter ausbreitet. Denn die Pflanze hat so keine Chance, ihre Samen zu verteilen. Als alleinige Maßnahme ist das Rasenmähen beziehungsweise Abkappen der Löwenzahnblüten allerdings nicht geeignet, um die Verbreitung zu stoppen. Auch wenn Ihnen dies ein wenig Zeit verschafft, sollten Sie sich bald um die Beseitigung der Wurzeln kümmern.

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2. Löwenzahn ausstechen

Die klassische Methode, um die komplette Pflanze samt Wurzel zu entfernen, ist das Ausstechen per Hand. Mit einem Unkrautstecher oder einem stabilen Messer wird die Erde rund um den Löwenzahn gelockert und die Wurzel möglichst vollständig entfernt. Auch spezielle Löwenzahnzieher kommen zum Einsatz. Besonders nach einem Regenschauer, wenn der Boden weich ist, gelingt das Ausstechen leichter. Wichtig ist, dass Sie auch kleine Wurzelreste aus der Erde beseitigen, da diese sonst erneut austreiben können. Bei der Entsorgung auf dem Kompost sollten Sie außerdem darauf achten, dass die Pflanzen nur trocken und welk entsorgt werden. Leider kommen Sie um ein regelmäßiges Ausstechen nicht herum, wenn Sie den Löwenzahn durch Jäten loswerden wollen. Kontrolle und Ausstechen gehören dann meist fest zur wöchentlichen Routine.

  • Verwenden Sie einen speziellen Löwenzahnstecher oder ein Unkrautmesser. Mittlerweile gibt es auch praktische Werkzeuge wie Unkrautstecher mit Stiel, die einem die Arbeit erleichtern.
  • Stechen Sie den Unkrautstecher möglichst tief, um die gesamte Löwenzahnwurzel zu entfernen.
  • Entfernen Sie auch kleine Wurzelreste, da sonst der Löwenzahn nachwächst.
  • Entsorgen Sie die Pflanzenreste nur in trockenem, welkem Zustand auf dem Kompost.
  • Tipp: Die Methode ist besonders bei weichem Boden oder nach leichtem Regen geeignet.

Löwenzahn zwischen Pflastersteinen auf Wegen oder Terrassen entfernen

Um Löwenzahn auf Wegen oder Terrassen zwischen Pflastersteinen zu entfernen, ist die mechanische Entfernung per Hand die einzig zulässige Methode. Nutzen Sie hierzu am besten einen Fugenkratzer. Allerdings ist auch hier Ausdauer angesagt, denn mit einem Fugenkratzer lässt sich selten die gesamte Pfahlwurzel erwischen. Unterstützend bei der Unkrautbeseitigung auf Wegen, Terrassen und gepflasterten Flächen kann der von der Pflanzenschutzbehörde genehmigte Grundstoff COMPO BIO Grundstoff Essig sein. Unkrautbekämpfungsmittel hingegen haben, da sie schnell ins Abwasser gelangen können, zur Anwendung auf solchen Flächen keine Zulassung und dürfen daher nicht zum Einsatz kommen.

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Pflanzenschutz

COMPO BIO Grundstoff Essig

Der genehmigt Grundstoff unterstützt die Unkrautbeseitigung auf Gehwegen, Terrassen und gepflasterten Flächen. Auch zur Desinfektion von Garten-Schneidewerkzeugen geeignet.

Zum Produkt
Löwenzahn wird mit Unkrautvernichter besprüht

Löwenzahn mit Unkrautvernichter bekämpfen

1. Was hilft gegen Löwenzahn im Rasen?

Für größere Rasenflächen oder bei starkem Befall bietet sich die Verwendung von Spezialprodukten an. Damit nur der Löwenzahn und andere Unkräuter in einer Wiese, nicht aber der Rasen bekämpft wird, sollten Sie unbedingt darauf achten, ein Rasenherbizid gegen zweikeimblättrige Unkräuter zu wählen. Bewährt hat sich zum Beispiel der COMPO Rasenunkraut-Vernichter Banvel® Quattro: Deutschlands meistverkaufter Rasenunkrautvernichter zum Spritzen und Gießen bekämpft 37 Unkräuter bis in die Wurzel – darunter auch Löwenzahn – ohne die Rasengräser zu schädigen. Die Anwendung sollte während der Wachstumsperiode bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad auf trockenem Rasen erfolgen. Nach der Behandlung sollte es mindestens sechs Stunden nicht regnen, damit die Wirkstoffe optimal aufgenommen werden.

Bei Ihnen steht zeitgleich mit der Bekämpfung des Löwenzahns auch die Düngung an?  Dann ist der COMPO Rasendünger plus Unkrautvernichter wunderbar geeignet, um Unkräuter zu beseitigen. Der enthaltene Dünger sorgt dafür, dass die Rasenpflanzen die entstandenen Lücken rasch wieder schließen.

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2. Welche Mittel helfen gegen Löwenzahn im Beet?

Für Beete sind beispielsweise VOROX® Unkrautfrei Ultra und VOROX® Unkrautfrei Express geeignete Lösungen. Beide Produkte können sowohl unter Zierpflanzen und Ziergehölzen als auch zwischen Obst- und Gemüsekulturen verwendet werden. Dabei werden sie gezielt auf die Löwenzahnpflanze und andere Unkräuter aufgebracht. Die Wirkung tritt besonders schnell ein – erste Ergebnisse der Unkrautvernichter sind bereits nach ein bis drei Stunden ersichtlich.

Hausmittel zur Entfernung von Löwenzahn im Rasen und im Gartenbeet

Oft empfohlene Hausmittel gegen Löwenzahn sind Essig und Salz. Essig ist unter bestimmten Voraussetzungen zur Unterstützung der Löwenzahnbekämpfung auf Wegen und Terrassen geeignet. Verwenden Sie allerdings keineswegs normalen Speiseessig, sondern greifen Sie immer auf den zugelassenen Grundstoff Essig wie den COMPO BIO Grundstoff Essig zurück. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Umweltschäden entstehen. Im Gartenbeet oder auf Rasenflächen haben weder Essig noch Salz etwas zu suchen – hier ist die Anwendung sogar verboten, da die Hausmittel Rasen, Boden und Grundwasser schädigen.

Ein weiteres Hausmittel, das gerne im Kampf gegen Löwenzahn verwendet wird, ist heißes Wasser. Punktuell kann dies helfen, jedoch ist fraglich, ob sie dadurch die gesamte Wurzel abtöten. Außerdem ist heißes Wasser bei größeren Flächen wie dem Rasen sehr unpraktisch und kann auch die Rasengräser schädigen.

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Vorbeugende Maßnahmen gegen Löwenzahn

Löwenzahn bevorzugt verdichtete, nährstoffarme oder saure Böden. Er nutzt Schwachstellen im Rasen, wie Kahlstellen oder dünn bewachsene Bereiche, um sich anzusiedeln. Ein dichter, gesunder Rasen ist deswegen besonders wichtig, um die Ausbreitung einzudämmen und den Löwenzahn langfristig fernzuhalten. Nach der Entfernung des Löwenzahns ist deswegen die Nachsaat besonders wichtig.

Gartenexperte Werner Peitzmann hinter einem Hochbeet stehend im Garten
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Mit COMPO-Rasenpflegeprodukte dichtes Rasenwachstum fördern. Denn in einem dichten Rasen haben Moos und Unkraut keine Chance.

Werner Peitzmann, Diplom-Gartenbauingenieur und Gartenexperte bei COMPO*

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Eine gute Rasenpflege mit regelmäßigem Mähen und Düngen stärkt die Gräser und erschwert es dem Löwenzahn, sich auszubreiten. Vorsicht ist hingegen beim Vertikutieren geboten, denn die Samen setzten sich leicht in den Furchen, die durchs Vertikutieren entstehen, fest. Ist Ihr Rasen bereits stark von Löwenzahn befallen, kann es sinnvoll sein, das klassische Vertikutieren auszusetzen.

Folgende Maßnahmen helfen, Löwenzahn vorzubeugen:

Löwenzahn fördernde BedingungVorbeugende MaßnahmeEmpfohlenes COMPO Produkt
Verdichteter Boden
Ein verdichteter Boden begünstigt Staunässe und damit Wurzelfäulnis an den Rasengräsern. Zwar kommt Löwenzahn besser mit Trockenheit zurecht, doch er ist sehr robust und anpassungsfähig. Feuchtigkeit schadet ihm daher weniger als den Rasengräsern. Gegen einen verdichteten Boden hilft das Lüften (Aerifizieren) des Rasens. Bei der Neuanlage kann zudem spezielle Rasenerde eingearbeitet werden.
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Nährstoffarmer Boden
Löwenzahn begnügt sich auch mit wenigen Nähstoffen und verdrängt so rasch die Rasengräser. Eine regelmäßige und ausgewogene Düngung sorgt für einen kräftigen Rasen. Bei von Unkraut belastetem Rasen bieten sich speziell Dünger an, die Düngung, Regeneration und Vorbeugung von Moos und Unkraut vereinen.
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Saurer Boden
Der pH-Wert des Bodens kann leicht über einen entsprechenden Test überprüft werden. Bei einem pH-Wert unter 6,0 spricht man von einem sauren Boden. Rasenkalk hilft, den pH-Wert zu regulieren und die Nährstoff-Verfügbarkeit zu verbessern.
  • COMPO BIO Rasenkalk
Kahlstellen im Rasen
Lücken in der Rasenfläche werden von Unkräutern wie Löwenzahn im Nu gefüllt. Der Rasen wird dadurch immer weiter verdrängt. Löcher und kahle Stellen sollten deswegen so schnell wie möglich nachgesät werden.
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  • COMPO SAAT® Rasen-Reparatur-Mix
Freie Flächen im Beet
Auf unbewachsenen Flächen im Beet hat Löwenzahn es oft besonders leicht. In Beeten hilft deswegen eine Mulchschicht, um das Keimen von Löwenzahnsamen zu verhindern.
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Löwenzahnblätter & -blüten sind essbar – nicht nur für Bienen und Insekten

Junge Löwenzahnblätter & gelbe Blüten können z. B. in Salaten oder Tee verwertet werden. Allerdings kann das Wildkraut bitter sein. Die Stängel mit milchigem Saft und ältere Blätter gelten aufgrund der Bitterstoffe sogar als leicht giftig.

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