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Snack-Ecke gestalten

Obst & Gemüse auf dem Balkon anbauen

Lust auf zuckersüße Erdbeeren, frisch gepflückte Tomaten oder reife Pfirsiche, aber keinen Garten vor der Tür? Kein Problem, denn auch auf dem Balkon lassen sich verschiedenste Gemüse- und Obstarten anbauen. Welche Pflanzen Sie problemlos auf kleiner Fläche kultivieren können und wie Sie Ihren persönlichen Naschbalkon kreieren, erfahren Sie in diesem Artikel.

Voraussetzungen schaffen

Pflanztipps für den Balkongarten

Viele Obst- und Gemüsearten lassen sich ohne Probleme auf dem Balkon anbauen – solange man auf ein paar Punkte achtet. Denn natürlich kann man auf einem Balkon nicht in derselben Größenordnung denken, wie in einem Garten. Statt zehn oder zwanzig Tomatenpflanzen im Gewächshaus muss man sich vielleicht eher mit zwei Tomaten zufriedengeben. Achten Sie daher vor allem auf diese zwei Aspekte bei der Pflanzung:

  • Ausreichend Platz: Möchte man Gemüse oder Beerensträucher auf dem Balkon anbauen, spielt der Wuchscharakter eine wichtige Rolle. So benötigen die Pflanzen, je nachdem wie hoch oder breit sie werden, ausreichend Platz, um sich zu entfalten. Das gilt allerdings nicht nur für die sichtbaren Pflanzenteile, die grünen Triebe und Blätter, sondern auch für das Wurzelwerk. Achten Sie daher immer auf die Angaben auf dem Etikett und pflanzen Sie das Obst und Gemüse in ausreichend große Pflanzgefäße.
    Darüber hinaus gibt es spezielles Balkongemüse, das sich durch einen besonders kompakten und niedrigen Wuchs auszeichnet. Anstelle einer zwei Meter langen Stabtomate pflanzt man dann lieber eine 30 Zentimeter große Buschtomate. So passen beispielsweise in einen ein Meter langen Balkonkasten drei Zwerg-Tomaten 'Primabell', während eine große Stabtomate eine Kübelgröße von mindestens 30 Zentimetern Durchmesser braucht. Ähnlich sieht es bei den Obstarten aus. Denn auch für die süßen Naschkatzen unter den Balkongärtnern gibt es mittlerweile eine große Auswahl an kompakten Obstsorten, die speziell für den Anbau im Topf gezüchtet wurden.
  • Heller Standort: Egal, ob das Obst oder Gemüse auf dem Balkon oder im Garten angebaut wird – wichtig ist, dass die Pflanzen ausreichend Sonnenlicht bekommen. Denn für die Ausbildung der Blüten und Früchte brauchen die meisten Arten ein gewisses Maß an Sonne. Während sich auf einem sonnigen Südbalkon oder auf halbschattigen Ost- oder Westbalkonen gute und vielfältige Ernten möglich sind, ist der Obst- und Gemüseanbau auf einem schattigen Nordbalkon kaum ertragreich.
    Achten Sie vor der Pflanzung auch auf die Angaben auf dem Etikett. Ein sonniger Standort bedeutet, dass die Pflanze optimalerweise von morgens bis abends Sonne sieht. Ein halbschattiger Standort heißt, dass die Pflanze mindestens die Hälfe des Tages hell stehen sollte.
Hochbeet

Welche Pflanzen sind geeignet?

Snack-Ecke kreieren: die passenden Pflanzen

Obst und Gemüse auf dem Balkon anzubauen, ist einfacher als oftmals angenommen wird. Mit einem Mini-Hochbeet, ein paar großen Kübeln und ein paar Ampeln oder einem Hängeregal lässt sich dabei selbst auf kleineren Balkonen relativ viel Fläche schaffen. Somit können Sie sich im Sommer über eine reiche und bunte Ernte freuen. Egal, ob Sie lieber Gemüse oder süße Beeren naschen – wir zeigen Ihnen, mit welchen Pflanzen Sie Ihren Balkon in ein kleines Nasch-Paradies verwandeln!

 

Hochbeet

1. Buntes Balkongemüse

Wenn Sie Ihren Balkon in eine Naschecke mit leckeren Gemüsepralinen verwandeln möchten, haben Sie die Qual der Wahl: Tomaten, Gurken, Mangold, Spinat, Süßkartoffel, Kohlrabi, Rote Bete – im Prinzip lassen sich fast alle Gemüsepflanzen auf dem Balkon anbauen, solange Sie ausreichend Platz haben.

Zum Naschen sind vor allem Gemüsesorten empfehlenswert, die kleine, mundgerechte Früchte bilden. Dazu gehören beispielsweise Radieschen, Mini-Möhren, kleine Cherrytomaten oder spezielle Mini-Snack-Gemüsesorten. Solche "Snack"-Gemüsesorten haben die perfekte Größe, um sie direkt nach der Ernte zu vernaschen. Statt langer Schlangen-Gurken pflanzen Sie also einfach ein paar Mini-Snack-Gurkensorten, deren Früchte zum Zeitpunkt der Ernte gerade mal zehn Zentimeter groß sind.

12 Gemüsepflanzen für den Balkon

Wenn man sich als Einsteiger erst einmal herantasten möchte, eignen sich vor allem folgende Gemüsearten für den Anbau:

Gemüse

Tipps zum Standort

Tomaten

Sonnig; je nach Sorte sollte der Kübel mindestens 30 Zentimeter Durchmesser haben – bei Buschtomaten reicht ein Durchmesser von 15 bis 20 Zentimetern

Paprika / Chili

Sonnig; die Topfgröße sollte je nach Sorte zwischen 20 und 30 Zentimetern Durchmesser betragen

Radieschen

Sonnig bis halbschattig, können auch problemlos im Balkonkasten ausgesät werden – dabei die Samen nicht zu dicht säen

Salat z.B. Feldsalat, Kopfsalat, Pflücksalat

Sonnig bis halbschattig, Salat kann optimal in Kisten oder im Mini-Hochbeet gepflanzt werden

Möhren

Sonnig bis halbschattig, wunderbarer Kandidat für die Aussaat in Mini-Hochbeeten

Zuckererbsen

Sonnig bis halbschattig; optimal für Töpfe oder Mini-Hochbeete

Bohnen

Sonnig bis halbschattig; je nach Sorte ideal für Kübel oder Mini-Hochbeete

Knoblauch

Sonnig bis halbschattig; gut für Balkonkästen oder Mini-Hochbeete

Rote Bete

Sonnig bis halbschattig; lassen sich in tiefen Pflanzgefäße oder Hochbeeten anbauen

Mangold

Sonnig bis halbschattig; je nach Sorte gut für große Kübel geeignet

Gurken

Sonnig bis halbschattig; je nach Sorte sollte der Kübel mindestens 30 Zentimeter Durchmesser haben

Auberginen

Sonnig; gut für große Kübel, es gibt aber auch spezielle Balkon-Auberginen, die in kleineren Pflanzgefäßen kultiviert werden

Wenn Sie einen relativ großen Balkon besitzen, können Sie auch Zucchini oder Kürbis ausprobieren. Bei beiden Pflanzen sollten Sie ungefähr einen Quadratmeter Platz pro Pflanze einplanen.
Tomaten oder Kartoffeln lassen sich übrigens auch in Pflanzsäcken oder direkt in den Erdensäcken anbauen. Bevor Sie das Gemüse in einen Beutel mit Erde pflanzen, sollten Sie ein paar Löcher in den Pflanzsack stechen, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.

Tipp: Standortvorlieben, Anzucht im Haus, Direktsaat im Beet – wenn Sie nun ratlos sind, wie Sie das Gemüse am besten anbauen, finden Sie in unserem Ratgebertext „Gemüseanbau ohne grünen Daumen“ Tipps für Einsteiger.

erdbeere

2. Süßes vom Strauch: Balkon-Obst

Besonders beliebte Balkonpflanzen zum Naschen sind Erdbeeren: Frisch gepflückt schmecken sie nicht nur besonders lecker, sondern sie lassen sich auch ganz unkompliziert in Töpfen, Blumenkästen, Mini-Hochbeeten oder in Ampeln anbauen. Daneben sorgen kompakte Beerensträucher, die nur knapp einen Meter hoch werden wie der Himbeerstrauch 'Sommer Lovers Patio Red', für zuckersüße Beeren direkt vom Strauch.

Außerdem können Sie kleine Balkon-Obstbäume wie ein Balkon-Pfirsichbäumchen aufstellen, welches Sie im Frühjahr mit seinen zauberhaften rosafarbenen Blüten und im Sommer mit leckeren Pfirsichen bezaubert. Solche speziellen Obstbäume bleiben im Topf rund einen Meter hoch; im Garten können sie aber auch bis zu zwei Meter Höhe erreichen.

Für noch mehr mediterranes Urlaubsflair sind kleinwüchsige Zitronenbäumchen, Zwerg-Granatäpfel oder Mini-Orangenbäumchen optimal. Balkon-Mandelbäume, Andenbeeren, Feigen oder Papayas können ebenfalls gut im Kübel gepflanzt werden.

Klassiker wie Äpfel, Kirsche, Pflaume oder Birne lassen sich ebenfalls auf dem Balkon anbauen. Pflanzen Sie dafür spezielle Säulenobstbäume. Denn im Gegensatz zu den Artgenossen im Garten wächst Säulenobst sehr langsam und bleibt dabei recht schmal. So eine Säulen-Birne oder ein Säulen-Kirschbaum lässt sich aufgrund seiner Höhe von bis zu 2,5 Metern außerdem gut als Sichtschutz verwenden – und sorgen im Frühjahr für eine zauberhafte Blütenpracht! Pflanzen Sie die Säulenobstbäume am besten in einen schweren Kübel – so verhindern Sie ein Umkippen bei starkem Wind.

Tipp: Alle zwei bis drei Jahre sollten Sie überprüfen, ob Ihr Säulenobst oder Ihre Beerensträucher einen neuen Topf brauchen. Spätestens alle vier Jahre sollten die mehrjährigen Pflanzen in frisches Substrat gepflanzt werden.

Petersilie

3. Hübsch und würzig: blühende Kräuter

Neben Kübelobst und Balkongemüse lassen sich natürlich auch allerlei Kräuter anbauen: Von Basilikum über Rosmarin bis zum Schnittlauch – wenn Sie auf Ihrem Balkon noch ein paar freie Fleckchen finden, pflanzen Sie einfach ein paar Kräuter! In der Regel bleiben Kräuter recht klein und kompakt, sodass sie ohne Probleme im Topf oder im Blumenkasten angebaut werden können. Für eine echte Augenweide sorgt das Strauchbasilikum 'Magic Blue', das jede Menge Bienen für die Bestäubung anlockt. Petersilie, Rosmarin, Oregano, Currykraut, Thymian oder Schnittlauch sind wunderbare Würzkräuter für die Küche. Und Salbei, Pfefferminze und Kamille sind als Heilpflanzen gegen Erkältungen eine tolle Ergänzung für die Haus-Apotheke. Sie lassen sich wunderbar für Kräutertees verwenden.

Junge Tagetes im Hochbeet pflanzen

Übrigens: Einige Pflanzen, die man auf den ersten Blick als „Blume“ wahrnehmen würde, sind nicht nur hübsch, sondern auch herrliche Gewürzkräuter. Dazu gehört beispielsweise die Gewürztagetes oder die Kapuzinerkresse. Die farbenfrohen Blüten der Pflanzen können Sie für Desserts oder deftigere Speisen verwenden. Auch der Echte Lavendel bezaubert nicht nur Bienen und Schmetterlinge mit seinen aromatischen Blüten, sondern kann – sparsam dosiert – verschiedenste Speisen vom Käsekuchen bis zum Filet aufpeppen.

Darüber hinaus kann Lavendel – ähnlich wie Rosen oder Eukalyptus – für Badesalze, Duftkerzen oder Körperöle verwendet werden. Damit haben Sie zwar nichts zum Naschen, aber weitere tolle Verwendungsmöglichkeiten für die hübsche Duftpflanze.

Balkongemuese

Wann kann es losgehen?

Pflanzzeitpunkt für Balkongemüse und Naschobst

Viele Obstbäumchen oder Beerensträucher können Sie bereits im zeitigen Frühjahr auf Ihren Balkongarten pflanzen – dabei sollten Sie allerdings immer auf die Witterung achten. Bei starken Frösten lassen Sie die Pflanzen lieber noch ein wenig länger in der Wohnung vor dem Fenster stehen.
Besondere Obacht gilt bei blühenden Obstpflanzen. Denn oftmals sind die Blüten sehr frostempfindlich – selbst wenn der Baum selbst als winterhart gilt. Stellen Sie den Obstbaum daher lieber ins Haus, wenn es während der Blütezeit zu frieren beginnt. Damit Sie sich dennoch über einen reichen Ertrag freuen können, sollten Sie die Bestäubung selbst in die Hände nehmen und die Blüten vorsichtig mit einem Pinsel betupfen.

Während Dicke Bohnen, Wurzelgemüse wie Pastinaken oder Möhren und verschiedene Blattgemüsearten bereits im zeitigen Frühjahr im Beet ausgesät werden können, dürfen andere Gemüsepflanzen wie Tomate, Gurke oder Paprika erst nach den letzten Frösten ausgepflanzt werden.
Sind die Temperaturen bereits im April sonnig-warm, können Sie das Balkongemüse natürlich auch früher rausstellen. Stellen Sie die Pflanzen zunächst bei warmem, aber bewölktem Wetter nach draußen. Dadurch können sich die Pflanzen langsam an die neue Umgebung gewöhnen. Nachts, wenn es wieder kühler wird oder gar Fröste angekündigt sind, holen Sie die Gemüsepflanzen dann wieder ins Haus. Würden Sie die Paprikapflanze ohne Vorwarnung von heute auf morgen in die pralle Sommerhitze stellen, kann das Balkongemüse einen Sonnenbrand erleiden.

Tipp: Wenn Sie das frostempfindliche Gemüse vorziehen möchten, sollten Sie dies am besten auf einer hellen, warmen Fensterbank machen. Für den genauen Aussaatzeitraum schauen Sie gerne in unseren Aussaatkalender.

Balkon im Sommer

Mediterrane Oase mit Gemüse-Hochbee

Snack-Ecke anlegen – so geht’s!

Bei dem Balkon handelt es sich um einen geräumigen Südbalkon. Aufgrund der sonnigen Lage ist der Balkon optimal für den Anbau von Balkongemüse und sonnenliebenden Obstarten geeignet.

Den Anfang macht ein bunt bepflanztes Balkon-Hochbeet: Hier wachsen Strauchbasilikum, Kapuzinerkresse, Buschtomaten, Mini-Snack-Paprika, Rosmarin, Tagetes und Erdbeeren. Einen Pflanzplan für die saisonale Hochbeetbepflanzung finden Sie in dem Ratgebertext „Hochbeet bepflanzen“.

Links und rechts vom Balkon hängen zwei Ampeln. Jede Ampel hat einen Durchmesser von knapp 30 Zentimetern, sodass hier drei Erdbeerpflanzen Platz finden. Der Vorteil: Die Erdbeeren können leicht hängend über den Rand fallen und liegen nicht auf dem Boden auf. Das beugt Fäulnis vor.

balkon

Für ein gewisses Urlaubsflair sorgen eine kleine, gemütliche Sitzecke, Lichter und sonnenverliebte Pflanzen wie Papaya, Lavendel und Eukalyptus. In einem der Balkonkästen finden sich außerdem Thymian und Rosmarin. Als mediterrane Kräuter lieben sie die Sonne, kommen mit kurzweiliger Trockenheit gut zurecht und brauchen recht wenig Dünger. Dementsprechend sind sie wunderbar für den Anbau auf einem Südbalkon geeignet und können aufgrund ihrer ähnlichen Bedürfnisse gut zusammen gepflanzt werden.

In den anderen Balkonkästen finden sich neben bunten Zierpflanzen noch Tagetes, Petersilie und Schnittlauch. Petersilie ist dabei eine kleine Diva. Wenn Balkongärtner sie jedoch regelmäßig gießen und düngen, kann man sich bis zu zwei Jahre an ihr erfreuen. Im zweiten Jahr, wenn die Petersilie zur Blüte austreibt, sollten Sie auf den Verzehr verzichten. Stattdessen erfreuen sich nun viele Bienen an dem Kraut.  

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Naschbalkon im Frühjahr

Tipp: Ab März winterhartes Balkongemüse und Erdbeeren pflanzen

Wenn Sie Lust haben, können Sie bereits ab März oder April mit dem Anbau von Gemüse oder Obst starten. So lassen sich bei guter Witterung bereits Radieschen und Möhren säen oder Salate und Erdbeeren pflanzen. Ergänzen können Sie das leckere Balkongemüse und die süßen Erdbeeren mit winterharten Hornveilchen. Diese hübschen, farbenfrohen Blumen können Sie auch zum Garnieren von Salaten oder Desserts verwenden.
Ab Mai, wenn keine Spätfröste mehr drohen, können Sie dann anstelle der Hornveilchen, Salate und Radieschen andere Gemüsearten wie Tomaten oder Paprika pflanzen.

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