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Bäume schneiden

Bäume richtig schneiden

Zu hoch, zu breit, zu üppig: Das Wachstum mancher Jungbäume überrascht selbst erfahrene Hobbygärtner immer wieder. Zum Glück schadet es ja nicht, Bäume regelmäßig zu schneiden. Auf diese Weise fördern Sie einen kräftigen Wuchs und beugen Krankheiten vor. Auch Sie haben etwas davon, denn ein gesunder Baum bedankt sich mit vielen Früchten und Blüten. Hier erfahren Sie Hilfreiches über den geeigneten Zeitpunkt und die richtige Technik.

Timing ist alles

Wann Sie Bäume am besten schneiden sollten

Vogelnest

1. Frühjahrsschnitt im Februar

Wie bei allen Pflegearbeiten im Garten gilt auch für den Gehölzschnitt: Timing ist alles! Der beste Zeitpunkt ist im Februar – besonders wenn die größten Fröste vorüber sind. Dann hat der Baum seine Säfte noch in Stamm und Wurzel zurückgezogen und verliert durch den Schnitt die wenigsten Nährstoffe. Ein Schnitt im späten Herbst kann hingegen dazu führen, dass Gehölze bei tiefen Temperaturen sehr stark zurückfrieren oder sogar ganz eingehen. Schneiden Sie dagegen zu spät im Frühjahr, könnten Sie bereits gewachsene Knospen verletzen.
Wichtig ist, dass Sie Ihre Bäume ausschließlich an frost- und möglichst auch regenfreien Tagen schneiden.

ACHTUNG VOGELSCHUTZ

Radikale Schnittmaßnahmen unterliegen dem Bundesnaturschutzgesetz und dürfen NICHT in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September durchgeführt werden. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind während der Brutzeit unserer Vögel erlaubt.

2. Sommerschnitt im August

Darüber hinaus kann man bei sehr vielen Laubbaumarten einen sogenannten Sommerschnitt im Juli oder August vornehmen. Das hat den Vorteil, dass man bereits während der Schnittmaßnahmen gut das Ergebnis beurteilen kann – was beim Schnitt laubloser Gehölze natürlich deutlich schwieriger ist. Ganz wichtig bei der Durchführung des Sommerschnitts: Dieser darf nur während einer kühl-bedeckten Witterungsperiode vorgenommen werden. Grund dafür ist das Risiko von Sonnenbrandschaden an Blättern, die vorher durch das Laubwerk beschattet waren und nun durch die Schnittmaßnahmen freigelegt wurden. Der Sommerschnitt wird nicht so radikal vorgenommen wie der Winterschnitt – das verbietet ohnehin auch das Bundesnaturschutzgesetz – und dient eher als Korrektur-, Form- und Pflegeschnitt.

Die richtige Schnitttechnik

Bäume schneiden

Scharfes Werkzeug verwenden

Hygiene ist wichtig

Eine offene Schnittfläche am Baum bietet auch immer eine Angriffsfläche für Bakterien, Pilze und Feuchtigkeit. Um die Schnittfläche also so klein wie möglich zu halten, setzen Sie den Schnitt am Ast gerade an, sodass eine kreisrunde Schnittfläche – und kein Oval – entsteht. Auch sollten Sie ein scharfes Werkzeug verwenden, damit ein glatter Schnitt ohne Quetschungen entsteht. Bleiben trotzdem ausgefranste Ränder an der Schnittstelle zurück, können Sie diese mit einem scharfen Messer nachschneiden. Wie bei uns Menschen ist auch beim Baum die Hygiene ein entscheidender Faktor für die Wundheilung. Damit es nicht zur Übertragung von Krankheiten zwischen Ihren Gartenpflanzen kommt, achten Sie deshalb darauf, dass Messer, Scheren und Sägen regelmäßig desinfiziert werden. Dafür gibt es im Gartencenter spezielle Reinigungssprays; Sie können aber auch einfach Spiritus benutzen.

Für jeden Zweig...das richtige Werkzeug
Zweige bis Daumendicke

Hier genügt eine gewöhnliche Baumschere

Zweige bis Besendicke

Eine beidhändig zu bedienende Astschere

Dicker als Besendicke
Eine klappbare Baumsäre bzw. eine Bügelsäge
Astloch

Vor Krankheiten schützen

Ein Wundverschluss Hilft

Sie werden sehen: Auch der Baum selbst wird versuchen, die entstandene Wunde so schnell es geht zu verschließen. Nach einiger Zeit ist zu erkennen, dass vom Rand der Wunde aus neues Baumgewebe in die Verletzung hineinwächst. Besonders bei großen Schnittwunden gelingt es dem Baum mitunter jedoch auch nach Jahren nicht, die Wunde vollständig zu verschließen. Abgesehen davon unterscheiden sich die verschiedenen Baumarten stark in ihrer Fähigkeit, die entstandenen Wunden zu verschließen und sich gegen Pilzbefall und seine Folgeschäden zu wehren. Aus diesem Grund ist es vor allem bei Ziergehölzen sinnvoll, den Schnittstellenrand mit einem Wundverschlussmittel auf Basis von Baumwachsen zu versiegeln – so kann der Baum die Schnittstelle schneller überwallen und an das schnell trocknende Holz in der Astmitte gelangt noch genügend Luft.

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Pflanzenschutz

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Schneiden, Kürzen, Sägen

Für jeden Ast die richtige Technik

Äste richtig absägen

Die Äste absägen

Setzen Sie nun zum Schnitt an, sollten Sie die Verdickung am Astansatz unbedingt stehenlassen. Denn genau diese bewirkt das anschließende Zuwachsen der Wunde, weil sich der Stamm in seinem Wachstumsverlauf jedes Jahr ein Stückchen weiter über den Ast schiebt. Zu lange Aststummel, auch Huthaken gegenannt, sollten allerdings ebenfalls entfernt werden, da sie nicht weiter wachsen und irgendwann absterben. Die Folge: Pilze oder Fäulnisbakterien können leichter ins Gehölz eindringen. Und auch optisch sind verbleibende Huthaken kein schöner Anblick.

Äste richtig kürzen

Die Äste kürzen

Werden die Äste lediglich gekürzt, ist der Astansatz ja meist weit entfernt. Trotzdem wichtig: Lassen  Sie mögliche Knospen für einen Neuaustrieb stehen, indem Sie die Schnittfläche so anlegen, dass diese genau auf Höhe einer Knospenspitze endet. Auch hier sollten Sie nicht zu viel Trieb über der Knospe stehen lassen und oder zu schräg schneiden, damit die Wunde möglichst klein bleibt. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wächst der zu kürzende Ast senkrecht ist es besser, die Schnittfläche leicht schräg anzusetzen und eine ovale Schnittfläche zu riskieren. Denn so kann Regenwasser besser abfließen und Feuchtigkeit auf der Schnittwunde wird entgegengewirkt.

Sicherheit geht vor

Sehr dicke Äste schneiden

Oftmals werden bei Schnittarbeiten an größeren Ästen das Gewicht und auch die Dimension erheblich unterschätzt. Planen Sie daher solche Arbeiten sehr sorgfältig und achten Sie dabei immer auf die eigene Sicherheit – insbesondere, wenn Sie von einer Leiter aus möglicherweise auch „Überkopf“ arbeiten müssen. Gehen Sie kein Risiko ein und beauftragen Sie gegebenenfalls lieber einen Fachbetrieb mit ausgebildeten Mitarbeitern und professionellem Equipment. Dickere und somit auch schwere Äste sollten Sie in fünf Schritten absägen, um die Wunde so gering wie möglich zu halten.

Sicheres Arbeiten

In 5 Schritten zum Ziel

Sehr dicke Äste schneiden

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Schritt 1

Schneiden Sie zunächst den Ast auf der Unterseite bis zur Astmitte, also dem halben Durchmesser, an. Halten Sie ca. 50 cm Abstand zum Stamm.

Große Äste richtig schneiden

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Schritt 2

Sägen Sie nun den Ast von oben an, ca. 60 cm vom Stamm.

Große Äste richtig schneiden

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Schritt 3

Den verbleibenden Aststummel so absägen, dass der Astansatz am Stamm stehen bleibt.

Große Äste richtig schneiden

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Schritt 4

Säubern Sie die Wundfläche von Sägespänen und glätten Sie ausgefranste Wunden mit einem Messer.

Große Äste richtig schneiden

5

Schritt 5

Besonders bei großen Schnittwunden empfiehlt es sich, den Rand mit einem Wundverschlussmittel auf der Basis von Baumwachsen zu versiegeln.

Baumschnitt Form

Im Form schneiden und Auslichten

So gelingt eine gesunde Form

Grundsätzlich sollten Sie bedenken, dass ein Baum immer das Gleichgewicht zwischen seiner Ast- und Wurzelmasse halten möchte – ein Rückschnitt hat deshalb immer einen vergleichbar starken Austrieb zur Folge. Sind Sie mit der Form Ihres Baumes zufrieden und möchten ihn lediglich in Form schneiden? Dann achten Sie darauf, die Äste gleichmäßig zu kürzen, sodass der Baum seinen Saftdruck anschließend wieder gleichmäßig auf die Triebe verteilen kann. Gute Arbeit haben Sie geleistet, wenn Sie die natürliche Wuchsform erhalten bleibt und Ihr Nachbar gar nicht merkt, dass der Baum geschnitten wurde.  

Ein Baum tut in der Regel alles dafür, das Gleichgewicht in seiner Krone zu halten. Machen Sie sich das zu Nutze, um Wuchsfehler zu korrigieren! Ihre Baumkrone wirkt aufgrund abgebrochener Äste oder einseitigen Lichteinfalls schief ? Dann schneiden Sie  Äste auf der Seite, auf der das Gehölz stärker austreiben soll, einfach tiefer ab als auf der anderen Seite. Der Baum wird seinen Austrieb sehr wahrscheinlich in die gewünschte Wuchsrichtung korrigieren.

Wächst Ihr Obstbaum zu dicht, sodass die Früchte zu wenig Licht abbekommen, sollten Sie ihn auslichten. Dazu schneiden Sie gezielt einige Äste aus dem Inneren der Baumkrone heraus. Entfernen Sie alle zu dicht stehenden, parallel wachsenden, sich überkreuzenden oder nach innen wachsenden Äste und Zweige. Wenn Licht und Wärme in die Krone gelangen,  können sich außerdem Pilzkrankheiten nicht so leicht im Inneren des Baumes ausbreiten. Auch die darunter liegende Rasenfläche bekommt ausreichend Licht und es entstehen keine kahlen Stellen.

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