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Steckbrief

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen
Schneeglöckchen

Bedürfnisse

Gießen:
wenig
Licht:
Sonne/Halbschatten
Pflegeaufwand:
gering

Blütezeit

Eigenschaften

Einsatzbereich:
Garten, Balkon
Wuchshöhe:
4-20 Zentimeter
Blütefarbe:
Weiß

Richtig pflanzen

Schneeglöckchen pflanzen

Schneeglöckchen - ein zauberhafter Frühlingsbote

Bereits seit der Antike erfreut der kleine Frühlingsbote die Menschheit mit seinen zarten, weißen Blüten. Diesen Blüten verdankt er auch seinen botanischen Namen ‚Galanthus‘, auf Deutsch Milchblume. In unseren Breitengraden ist vor allem das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) heimisch, weshalb Sie es  bestimmt schon bei einem sonnigen Winterspaziergang entdeckt haben.
Da das Schneeglöckchen leider nicht mehr so häufig in der freien Natur vorkommt, steht es mittlerweile unter Naturschutz. Einfach einen kleinen Strauß aus wilden Schneeglöchen zu pflücken, ist daher nicht erlaubt. Ein Grund mehr, den Frühblüher im eigenen Garten anzupflanzen!

Unterschiedliche Arten des Schneeglöckchens

Neben dem Kleinen Schneeglöckchen gibt es noch viele weitere Arten sowie rund 500 verschiedene Sorten. Großer Beliebheit erfreut sich beispielsweise das Türkische Schneeglöckchen (Galanthus elwesii). Das Elwes-Schneeglöckchen können Sie sowohl in der Türkei, in Griechenland, Bulgarien, Serbien als auch in einigen Regionen Deutschlands beobachten. Unterscheiden können Sie die beiden Schneeglöckchenarten nicht nur daran, dass das Elwes-Schneeglöckchen größer ist, sondern auch an einem grünen Streifen auf seinen Blütenblättern. Das Elwes-Schneeglöckchen wird aufgrund seiner Größe auch Riesen-Schneeglöckchen genannt. Ein ebenfalls recht bekannter Frühlingsbote ist das Woronow-Schneeglöckchen (Galanthus woronowii), das ab Januar bis April mit zartweißen Blüten bezaubert.
Darüber hinaus gibt es Schneeglöckchen, die nicht erst im Frühling ihre Knospen öffnen, sondern schon im Herbst! So beginnt die Blütezeit des Königin-Olga-Schneeglöckchens (Galanthus reginae-olgae) bereits im Oktober und dauert bis Dezember, teilweise auch bis März an. Vielleicht sind Sie dem kleinen, wilden Herbst-Schneeglöckchen ja schon mal in einem seiner Heimatländer, beispielsweise in Griechenland, Montenegro, Albanien oder auf Sizilien, begegnet?

Übrigens: Bei Schneeglöckchen handelt es sich um echte Sammelobjekte. Fans des Frühblühers, auch Galantophile genannt, besuchen für seltene Exemplare sogar spezielle Schneeglöckchenfestivals.

Der richtige Standort für Schneeglöckchen

In der Natur fühlen sich Schneeglöckchen am wohlsten, wenn sie unter Laubbäumen oder zwischen Sträuchern stehen. Im Halbschatten können sie nämlich am besten wachsen. Arten, die sehr früh blühen, mögen sonnigere Standorte, solche, die erst später ihre Blütenpracht präsentieren wie das Kleine Schneeglöckchen, freuen sich hingegen über mehr Schatten. Insgesamt gilt jedoch die Regel: lieber zu viel Sonne, als zu wenig.
Schneeglöckchen mögen es immer leicht feucht, deshalb sollte die Erde Wasser speichern können – so trocknet die Zwiebel auch während der Sommermonate nicht aus, sodass Sie im Frühjahr wieder mit den schönen Blüten belohnt werden. Dennoch mag die Gartenpflanze keine Staunässe. Dementsprechend sollte das Substrat am besten locker und humusreich sein, damit das Wasser trotz starkem Regen oder Schnee problemlos versickern kann. Vermeiden Sie außerdem Plätze unter Nadelgehölzen, denn dort ist es den Schneeglöckchen meist zu schattig. Zudem ist die Erde leicht sauer, was den kleinen Frühlingsboten nicht besonders gut gefällt.

Blumenzwiebeln – Schneeglöckchen pflanzen

Die Blumenzwiebeln des Schneeglöckchens werden optimalerweise im Frühherbst eingepflanzt. Die Zwiebel kommt mit der Spitze nach oben zeigend in ein fünf Zentimeter tiefes Pflanzloch. Anschließend wird sie mit Erde bedeckt und gegossen. Zwischen den Löchern sollten circa fünf Zentimeter Abstand sein. So kann sich das Schneeglöckchen wunderbar ausbreiten, sodass nach einigen Jahren ein Teppich aus weißen Blüten Ihren Garten verschönert.

Achten Sie darauf, die Blumenzwiebeln möglichst direkt nach dem Kauf einzupflanzen, da sie schnell austrocknen. Sind sie bereits ausgetrocknet, können leider keine schönen Frühlingboten mehr aus ihnen entstehen. Wenn Sie außergewöhnliche Sorten pflanzen möchten und sicher gehen wollen, dass diese auch wirklich blühen und Sie nicht Opfer vertrockneter Zwiebeln werden, können Sie das Schneeglöckchen auch direkt einpflanzen. Dafür kaufen Sie die Pflanze Ihrer Wahl entweder im Frühjahr in einem hübschen Topf und pflanzen sie dann im Herbst im Garten aus oder setzen die im September oder Anfang Oktober gekauften Zwiebeln direkt in den Boden.

Schneeglöckchen im Topf pflanzen

Wenn Sie keinen Garten zur Verfügung haben, aber dennoch nicht auf den Frühlingboten mit den hübschen, glockenähnlichen Blüten verzichten wollen, können Sie Schneeglöckchen auch in einen Topf oder Balkonkasten pflanzen und damit Ihre Terrasse oder den Balkon verschönern. Da die Pflanze natürlicherweise mit der Zeit immer mehr Platz einnimmt, gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit sie sich auch in dem kleineren Zuhause wohlfühlt. Wie groß der Topf sein muss, erkennen Sie an der Zwiebel: Das Gefäß sollte viermal so hoch sein, wie die Blumenzwiebel.
Damit die Zwiebel austreiben kann, braucht sie einen Kältereiz. Kaufen Sie deshalb am besten vorbehandelte Zwiebeln, die sie dann im Frühjahr in das Gefäß setzen. Sobald diese eingepflanzt sind, dauert es nicht mehr lange bis sie wachsen und Sie sich an der Blüte des Schneeglöckchens erfreuen können.

In einem Topf ist die Gefahr der Staunässe natürlich größer als in einem Beet. Am besten füllen Sie den Topfboden deshalb mit einer Drainageschicht aus Tonscherben oder Blähton auf – so kann das Wasser gut ablaufen.

Unser Tipp

Fügen Sie der Erde vor dem Pflanzen COMPO BIO Rosen Langzeit-Dünger mit Schafwolle zu. Dadurch wird das Schneeglöckchen mit allen notwendigen Nährstoffen gut versorgt.

Richtig pflegen

Schneeglöckchen pflegen

Schneeglöckchen gießen

Schneeglöckchen sind sehr pflegeleichte Pflanzen und müssen normalerweise gar nicht gegossen werden, da die Witterungsverhältnisse während der Winter- und Frühjahrsmonate ohnehin für genügend Feuchtigkeit sorgen. Haben Sie Ihr Schneeglöckchen hingegen in einem Topf angepflanzt, greifen Sie am besten regelmäßig zur Gießkanne, sodass die Erde immer leicht feucht bleibt – denn so mag es der Frühblüher am liebsten.

Muss man Schneeglöckchen düngen?

Ebenso wenig wie zusätzliches Wasser benötigen Schneeglöckchen keine weitere Düngergabe. Ganz im Gegenteil: Besonders viele Nährstoffe verhindern eine reiche Blüte. Zwar wird die Bildung der grünen Laubblätter durch den Dünger verstärkt, das passiert allerdings auf Kosten der weißen Blüten.

Wie kann man Schneeglöckchen vermehren?

Die Vermehrung von Schneeglöckchen ist ohne Probleme möglich. Der einfachste Weg ist die Selbstaussaat. Nach der Blütephase platzt der Fruchtknoten und die Samen fallen heraus. An diesen ist ein Fruchtkörper, den Ameisen besonders gerne mögen. Dabei verteilen sie die Samen weiter und sorgen so für eine natürliche Vermehrung der Zwiebelblume.

Sie können Ihre Schneeglöckchen aber auch selbst vermehren. Zum einen, indem Sie die Aufgabe der Ameisen übernehmen und die Samen aussäen. Das geschieht am besten direkt im April nach der Blütezeit. Dadurch können Sie den Standort selbst entscheiden. Meistens dauert es allerdings mehrere Jahre bis die Pflanzen blühen. Zum anderen, indem Sie die Zwiebel teilen. Das Schneeglöckchen bildet nämlich zahlreiche Tochterzwiebeln aus. Nach der Blüte, wenn die Blätter noch grün sind, kann ein Horst – so wird eine Gesamtpflanze bezeichnet – ausgegraben und vorsichtig mit dem Spaten geteilt werden. Die entstehenden Teilstücke dürfen dann direkt wieder zurück in die Erde.

Sind Schneeglöckchen giftig?

Schneeglöckchen gehören zu den Narzissen-Gewächsen (Amaryllidaceen) und enthalten so wie ihre Verwandten Alkaloide. Deshalb sind die Frühblüher in allen Pflanzenteilen giftig. Wenn Sie die Laubblätter und Blüten nur berühren, besteht im Normalfall allerdings kein Grund zur Sorge. Lediglich beim Einpflanzen und beim Teilen der Tochterzwiebeln sollten Sie Handschuhe trägen, denn das Gift ist in der Zwiebel stärker konzentriert, als in dem Rest der Pflanze und kann deshalb Hautreizungen hervorrufen.

Gefährlich werden kann es allerdings, wenn Kinder oder Haustiere Schneeglöckchen essen. Typische Symptome einer Vergiftung sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und vermehrter Speichelfluss. Häufig reicht es aus, die Beschwerden zu beobachten und viel Wasser zu trinken. Treten jedoch stärkere Symptome wie Kreislaufbeschwerden, Schweißausbrüche oder Benommenheit auf, sollten Sie auf jeden Fall eine:n Ärzt:in beziehungsweise Tierärzt:in hinzuziehen.

Frühjahr – die Blütezeit von Schneeglöckchen

Das Schneeglöckchen ist der erste Frühlingsbote, der sein Köpfchen auch gerne mal aus der Schneedecke heraussteckt, wenn für ihn die Zeit gekommen ist. Die Hauptblütezeit ist von Februar bis April, aber sogar im Januar können die ersten weißen Glöckchen zu sehen sein. Ist der Winter jedoch besonders kalt und frostig, kann es auch mal bis in den März dauern, bis die Blüten uns verzaubern. Die sehr frühe Blütezeit macht nicht nur uns nach einem langen Winter glücklich, sondern auch Insekten, die sich über die Nahrung freuen. Sobald allerdings weitere Frühblüher ihre Blüten präsentieren, wird das Schneeglöckchen schnell uninteressant. Nach der Blütezeit ziehen sich Schneeglöckchen in ihre Zwiebel zurück. Damit sie genügend Ruhe dafür haben, verzichten Sie bis zum Mai je nach Standort auf Bodenarbeiten und Rasenmähen beziehungsweise so lange, bis die Blätter des Schneeglöckchens nicht mehr zu sehen sind.

Was macht man, wenn Schneeglöckchen verblüht sind?

Auch wenn verblühte Schneeglöckchen leider nicht mehr so schön aussehen, lassen Sie diese noch etwas stehen. Die Blütephase war anstrengend für den Frühlingboten, weshalb er anschließend etwas Ruhe braucht, um Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Das Verwelken liefert der Zwiebelblume dabei die notwendige Energie, da sie aus den Blättern, die dort noch vorhandenen Nährstoffe herauszieht. Schneiden Sie die Blätter also erst ab, wenn diese komplett vertrocknet sind. Die Zwiebeln können Sie einfach in der Erde lassen, denn Schneeglöckchen sind mehrjährige Pflanzen. Sie können sich also schon darauf freuen, dass die weißen Blüten Ihnen auch im nachfolgenden Jahr einen Vorgeschmack auf den Frühling schicken.

Krankheiten und Schädlinge bei Schneeglöckchen

Die wohl häufigste Krankheit bei Schneeglöckchen ist der Grauschimmel. Wenn Ihre Pflanzen betroffen sind, erkennen Sie dies an einem weißen Flaum an den Triebspitzen des Frühblühers. Breitet sich die Krankheit aus, entstehen weiße und graue Schimmelstellen. Um eine Ausbreitung zu verhindern, sollten Sie möglichst schnell alle betroffenen Pflanzenteile entfernen. Überprüfen Sie auch die Zwiebel – ist der Pilz bis dahin fortgeschritten, gibt es leider keine Rettung mehr. Entfernen Sie das Schneeglöckchen vorsichtshalber aus der Erde, damit Ihre restlichen Frühlingsboten unbeschadet davon kommen. Als Vorbeugung können Sie diese anschließend mit einem Pilzbekämpfungsmittel behandeln.

Schneeglöckchen sind nicht nur bei uns Menschen sehr beliebt, sondern auch bei der kleinen Narzissenfliege, die ihre Eier gerne auf den Frühblühern ablegt. Das eigentliche Problem geht allerdings erst los, wenn daraus die Maden schlüpfen. Sie ernähren sich von den Schneeglöckchen und fressen diese von Innen auf. In der leeren Hülle der Zwiebel können Sie dadurch wunderbar überwintern und sich verpuppen – sehr zum Leid der weiteren Pflanzen, auf denen im Folgejahr die Eier abgelegt werden. Am besten decken Sie die Schneeglöckchen, sobald die Blütezeit vorbei ist, mit einem Kulturschutznetz ab, um eine Eiablage durch die Narzissenfliege zu verhindern.

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