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Steckbrief

Spinnmilben

Spinnmilben nah
Spinnmilben fern

Eigenschaften

Wirtspflanze:
Schefflera, Monstera, Philodendron, Kakteen, Ficusarten, Stockmalve, Bellis, Chrysanthemen, Nelken, Primeln, Orchideen und Stiefmütterchen
Symptome:
weißgelbe Sprenkelungen, Blattfall, Gespinste an den Blattachseln
Aussehen:
0,2-0,5 mm groß, gelblich bis rötlich

Befallszeit

Beschreibung

Spinnmilben erkennen: Wie erkenne ich Spinnmilben?

Um Spinnmilben erkennen zu können, reicht das bloße Auge nicht aus. Denn die gelblich bis rötlichen Schädlinge sind oft nur zwischen 0,2 und 0,5 mm groß und verstecken sich meist auf den Blattunterseiten der Pflanzen. Einen Befall erkennt man daher meist erst, wenn die Pflanze leicht kränkelnd wirkt und ihre Blätter weißlich-gelbe Sprenkeln haben. Diese Pünktchen entstehen dadurch, dass die Spinnmilben das Blatt mit ihren Saugorganen anstechen und der Pflanze den Pflanzensaft aussaugen. Ist der Befall bereits recht stark ausgeprägt, können die Blätter auch vollständig „vergilben“ und vertrocknen, bis sie letztendlich abfallen.

Außerdem können bei einem stärkeren Befall feine Gespinste, die einen ein wenig an Spinnennetze erinnern, zwischen den Blattachseln oder Blatträndern erkennbar sein. Je länger der Befall andauert, desto größer werden die Gespinste, die dann auch ganze Triebe benetzen. Bekannt für diese winzigen Gespinste ist die Gemeine Spinnmilbe, die nicht nur im Freiland Kulturpflanzen wie Bohnen, Gurken oder Kartoffeln befällt, sondern auch Zimmerpflanzen in Unruhe versetzen kann. Besonders wenn es draußen kühler wird und im Haus die Heizungen aufgedreht werden, fühlen sich die kleinen Schädlinge drinnen pudelwohl. Andere Spinnmilbenarten lassen sich allerdings nicht unbedingt durch solche Gespinste erkennen.

Bekämpfung

Spinnmilben bekämpfen: Was hilft am besten gegen Spinnmilben?

Bei einem Befall mit Spinnmilben empfehlen wir, schnellstmöglich zu handeln und die Spinnmilben zu bekämpfen, bevor die Pflanze unter weiteren Schädigungen zu leiden hat. Wir zeigen Ihnen daher, mit welchen Mitteln Sie Spinnenmilben an Ihren Garten- und Zimmerpflanzen wieder loswerden können.

Spinnmilben an Gartenpflanzen bekämpfen: Anfangsstadium

Im Anfangsstadium, wenn die Spinnmilben sich noch nicht stark vermehrt haben, können Sie Ihre Garten- oder Balkonpflanzen gründlich mit einem Wasserstrahl abbrausen. Dafür nutzen Sie am besten die frühen Morgen- oder Abendstunden, wenn die Sonne nicht stark scheint oder es bewölkt ist. Stehen Ihre befallenen Pflanzen in Töpfen auf dem Balkon, können Sie auch versuchen, diese auch in die Dusche stellen und vorsichtig abbrausen. Am besten separieren Sie die befallene Pflanze anschließend von den übrigen, um eine schnelle Ansteckung zu verhindern. Außerdem können Sie die Pflanzen mit natürlichen Mitteln auf Basis von Ackerschachtelhalmen  stärken und sie dadurch unterstützen.

Spinnmilben an Gurken

Spinnmilben an Gartenpflanzen bekämpfen: Fortgeschrittenes Stadium

Um einen stärkeren Befall von Spinnmilben zu bekämpfen, ist ein anwendungsfertiges Pflanzenschutzmittel, beispielsweise in Form einer Sprühflasche, optimal. Damit werden die Pflanzen gleichmäßig von allen Seiten eingesprüht – idealerweise in den frühen Morgen- oder Abendstunden. Achten Sie besonders darauf, auch die Blattunterseiten zu benetzen, da die Spinnmilben sich hier gerne verstecken. Um auch die frisch geschlüpften Jungtiere zu erfassen, wiederholen Sie die Behandlung einige Tage später noch einmal. Beachten Sie hierfür die Packungsbeilage des Pflanzenschutzmittels.

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, herabgefallenes Laub der Pflanze sowie wilde Kräuter, die im direkten Umkreis wachsen, zu entfernen. Denn hier können die Spinnmilben gut überwintern und pünktlich zum Frühjahr mit der Vermehrung beginnen. Durch ein regelmäßiges Befeuchten der Blattunterseiten mit etwas Wasser kann der Befall zusätzlich eingedämmt werden, da die Spinnmilben die Feuchtigkeit meiden.

Wenn ganze Triebe betroffen sind, können Sie schnittverträgliche Pflanzen auch zurückschneiden. Einige Pflanzen wie Gurken sind jedoch nicht so schnittverträglich, weshalb wir hier raten, die Pflanze stattdessen regelmäßig mit einem Pflanzenstärkungsmittel einzusprühen – was für die Spinnmilben zugleich ein unangenehm feuchtes Klima erzeugt – oder im Gewächshaus häufiger die Fenster offen lassen. Denn durch die offenen Fenster wird es Fressfeinden wie Gallmücken oder Raubmilben ermöglicht, ins Gewächshaus zu kommen. Zudem sinkt durch das Lüften die Temperatur, was die Spinnmilben nicht mögen.

Spinnmilben an Gurken

Spinnmilben an Zimmerpflanzen bekämpfen

Sie haben Spinnmilben an Ihren Zimmerpflanzen entdeckt? Dann sollten Sie die Pflanzen schnellstmöglich von den anderen, noch nicht befallenen Zimmerpflanzen, isolieren. Stellen Sie die befallenen Pflanzen einmal in die Dusche und brausen Sie sie gründlich mit Wasser ab. Der Wasserstrahl sollte aber nicht zu hart sein, um die Pflanze nicht zu verletzen. Anschließend können Sie versuchen, mithilfe von einem transparenten Folienbeutel, den Sie über die Pflanze stülpen, ein Klima mit einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit zu kreieren, welches den Spinnmilben so zusetzt, dass sie innerhalb der nächsten 14 Tage nicht überleben. Allerdings ist diese Methode, insbesondere wenn mehrere Pflanzen betroffen sind, recht aufwendig und nicht unbedingt erfolgsversprechend.

Wenn Sie Spinnmilben an Zimmerpflanzen bekämpfen möchten, ist ein spezielles Pflanzenschutzmittel, beispielsweise auf Basis von Rapsöl, äußerst wirksam. Die Öltropfen verkleben die Atemöffnungen der Spinnmilben, sodass diese relativ schnell ersticken. Haben Sie ein anwendungsfertigen Pflanzenschutzspray können Sie die Pflanzen gleichmäßig von allen Seiten einsprühen, sodass auch die Blattunterseiten benetzt sind. Achten Sie auf die Packungsanweisung und wiederholen Sie den Vorgang noch einmal, um auch frisch geschlüpfte Spinnmilben mit dem Mittel zu erwischen.

Wann treten Spinnmilben auf?

Im Garten oder Gewächshaus treten Spinnmilben ab Mitte Mai auf. Dabei bieten Trockenheit und Hitze den Spinnmilben die besten Voraussetzungen. Während solche trockenwarmen Witterungen im Garten oder im Gewächshaus oft während der Sommermonate vorkommen, sind Zimmerpflanzen stärker im Winter betroffen, wenn in den beheizten Wohnräumen eine trockene und warme Atmosphäre herrscht. Zugleich sind die Zimmerpflanzen durch die Heizungsluft und das mangelnde Sonnenlicht oft geschwächter und damit anfälliger für hungrige Spinnmilben. Grundsätzlich kann es bei Zimmerpflanzen aber ganzjährig zu einem Befall kommen. Bei idealen Bedingungen kann es innerhalb von 12 bis 20 Tagen zu einer Massenvermehrung kommen. Daher sollte man möglichst schnell handeln und die Spinnmilben bekämpfen, wenn man einen Befall festgestellt hat.

Spinnmilben fern

Welche Gartenpflanzen sind besonders häufig von Spinnmilben betroffen?

Im Gemüsebeet, auf dem Balkon oder im Gewächshaus gehören vor allem Gurken und Bohnen zu den liebsten Pflanzen der Spinnmilben. Im Obstgarten leiden unter anderem Apfel, Birne, Pfirsich oder Pflaume unter Spinnmilben; gerade die Obstbaumspinnmilbe ist hier sehr aktiv. Im Blumengarten oder auf dem Balkon sind vor allem Rosen mit einer Mangel- oder einer einseitigen Stickstoffernährung betroffen. Häufig werden die Rosen von der Gemeinen Spinnmilbe heimgesucht. Mit einer kalibetonten Düngung stärken Sie die Rose und unterstützen Sie indirekt bei der Vorbeugung von Spinnmilben. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist jedoch nicht nur bei Rosen von Vorteil: Auch andere Kulturpflanzen im Garten profitieren von einer gesunden, vollwertigen Versorgung mit Nährstoffen und Wasser. Mit einer guten Pflege kann man daher schon ein wenig vorbeugen.

Spinnmilben an Zimmerpflanzen – die liebsten Pflanzen der Spinnmilben

Wenn Sie Zimmerefeu, einen Gummibaum, Zimmer-Azaleen, Orchideen oder Schönmalven in Ihrer Wohnung haben, werden Sie vermutlich auch schon mit Spinnmilben in Kontakt gekommen sein. Denn neben verschiedenen Zimmerpalmen gehören diese Pflanzen zu den Lieblingen der Spinnmilben. Spinnmilben lassen sich jedoch recht gut an Zimmerpflanzen bekämpfen, wenn Ihnen der Befall frühzeitig aufgefallen ist.

Wir drücken Ihnen die Daumen!

 

 

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