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Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im eigenen Garten

Nachhaltig gärtnern – 10 Tipps

Wir lieben die Natur und unseren Garten. Hier sind wir uns unserer Umwelt besonders bewusst und fühlen uns mit ihr verbunden. Zurecht: Indem wir neues Leben pflanzen, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Natur und unseres Klimas. Trotzdem kommt es vor, dass wir ihr mit unserer Gartenarbeit hin und wieder schaden – meistens, ohne es überhaupt zu merken. Aus Gewohnheit und eigener Ästhetik gärtnern wir nach bestem Wissen und Gewissen. Natürlich denken wir dabei nicht jedes Mal darüber nach, ob das auch im Sinne der Nachhaltigkeit ist. Dieser Artikel soll uns daher ermutigen, aufmerksamer zu werden und mehr auf unsere Umgebung zu achten. Dabei wollen wir Ihnen mit kleinen Tipps zum Thema „nachhaltiges Gärtnern“ zur Seite stehen und zeigen, wo sich ein Umdenken im Sinne der Umwelt lohnen könnte!

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UNSER TUN HINTERFRAGEN

1. Achtsamkeit & Wertschätzung für mehr Nachhaltigkeit im Garten

Bevor es konkret wird: Der erste Schritt, um eigene Umweltsünden im Garten zu identifizieren, ist ein stärkeres Bewusstsein. Denn nur wenn wir unser Verhalten konsequent reflektieren, sind wir in der Lage, es entsprechend zu verändern und nachhaltig zu handeln.

Längst übersteigt die Nachfrage nach Ressourcen das, was die Erde selbst erneuern kann. Mit jeder Handlung sollten wir uns also bewusst machen, in welchem Ausmaß Ressourcen verbraucht werden und ob es schonendere Alternativen gibt. Auch beim Gärtnern können wir uns diese Frage in vielerlei Hinsicht stellen: Woher beziehe ich meine Pflanzen? Was für Geräte und Produkte nutze ich für ihre Pflege? Wieviel Wasser benötige ich fürs Gießen? Es gibt schier unendlich viele Möglichkeiten, unsere Ressourcen bei der Gartenarbeit zu schonen. Wie weit wir dabei gehen möchten, bleibt natürlich ganz uns selbst überlassen. Um beim letzten Beispiel zu bleiben: Eine Regentonne zum Sammeln von Gießwasser ist klasse; noch einen Schritt weiter geht, wer direkt bei der Anschaffung Pflanzen mit wenig Durst bevorzugt.

Gewusst wie

2. Nachhaltiges Gärtnern wie zu Omas Zeiten

Paradox: Die Pflanzen in unserem Garten wandeln CO2 in Sauerstoff um. Gleichzeitig setzen wir zur Pflege eben jener Pflanzen oft auf elektrische Hilfsmittel, die genau das Gegenteil bewirken. So wichtig technischer Fortschritt ist - er lässt uns auch ziemlich bequem werden. Natürlich leisten uns elektrische Rasenmäher, Heckenscheren, Laubbläser & Co. wertvolle Dienste. Aber Tatsache ist auch: Wenn wir bei diesen Tätigkeiten auf Muskelkraft setzen, tun wir nicht nur was für die Umwelt, sondern auch für unseren Körper. Und für nachbarschaftliche Harmonie – schließlich bringen diese Gerätschaften oft einen enormen Geräuschpegel mit sich. Apropos Nachbarschaft: Wie wäre es eigentlich, größere Geräte gemeinsam mit den Nachbarn anzuschaffen und zu teilen – spart Geld, Platz und schont Ressourcen!

Ein No-Go!

3. Künstliche Materialien?

Ob Pflanzgefäße, Möbel oder Gießkanne: Gegenstände aus Kunststoff eignen sich aufgrund zwar ideal zur Nutzung im Freien. Allerdings sollten sowohl die Herstellung aus Erdöl als auch der mehrere Jahrhunderte dauernde Zersetzungsprozess unsere grünen Gärtnerherzen davon überzeugen, dass dieses Material im Garten nichts zu suchen hat. Und wenn es doch unbedingt Plastik sein soll, wie wäre es dann mit einer Alternative aus recyceltem Material? Das gilt übrigens auch für die Verpackungen von Erden oder Pflanzenschutzmitteln. Optimal sind Produkte, bei denen auch darauf geachtet wird, dass die Verpackungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch wieder recyclingfähig sind.

Eine weitere Variante: Mit Upcycling alten Gegenständen zu einem zweiten Leben in neuer Funktion verhelfen. So eignen sich z.B. Konservendosen prima als Pflanzgefäße oder nicht mehr benötigtes Holz für den Bau einer Gartenbank.

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Die richtige Wahl

4. Augen auf beim Pflanzenkauf

Ja, Gewächse aus weit entfernten Ländern sehen oft wundervoll aus und verwandeln jeden Garten in eine exotische Oase. Aber mal Hand aufs Herz: Machen heimische Stauden und Sträucher nicht eine genauso gute Figur? Denn die Nachteile von importierten oder auch von hochgezüchteten Schönheiten können immens sein: Sie haben meistens einen langen Transportweg hinter sich, sind anfälliger für Krankheiten und manche von ihnen bieten Insekten und anderen Tieren nur wenig Nahrung. Insbesondere hochgezüchtete Blumen, die mit ihren großen, gefüllten Blüten für Hingucker im Blumenbeet sorgen, sind für Bienen, Schmetterlinge oder Schwebfliegen kaum interessant.
Außerdem vertragen viele der exotischen Pflanzen, die aus warmen Regionen stammen, leider keine niedrigen Temperaturen, sodass nach einem eisigen Wintereinbruch nichts mehr von ihnen übrig ist. Statt sich nun also jedes Jahr mit neuen, frostempfindlichen Pflanzen einzudecken, kann man lieber mehrjährige und winterharte Exemplare pflanzen.  

Ein weiterer Tipp, um aus dem kahlen Garten ein buntes Blütenparadies zu zaubern, ist, indem Sie bereits existierende Pflanzen vermehren! Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre grünen Schätze vervielfältigen können. Ihre Nachbarin freut sich bestimmt über eine grüne Aufmerksamkeit aus Ihrem Garten und wer weiß: Vielleicht revanchiert sie sich ja mit dem Steckling einer Pflanze, auf die Sie schon lange ein Auge geworfen haben… Oder Sie veranstalten gleich eine Pflanzentausch-Party für alle Pflanzenfans in Ihrem Bekanntenkreis!

Nicht zu verachten

5. Der Standortfaktor für mehr Nachhaltigkeit beim Pflanzen

Egal, ob Rose oder Hortensie, ob Kübelpflanze oder im Beet - nur wenn der Standort passt und sich die Pflanze dort wohlfühlt, kann sie gedeihen und uns lange Freude bereiten. Pflanzen Sie beispielsweise ein schattenfreudiges Fleißiges Lieschen an einen eher sonnigen Standort, benötigt es deutlich mehr Wasser, als wenn es im lichten Schatten stünde. Sie müssen daher häufiger zur Gießkanne greifen. Gerade auf dem Balkon kann das im Sommer durchaus zu einer Vollzeitbeschäftigung ausarten. Zudem gibt es Pflanzen, die einfach nicht so sonnenverträglich sind. Dazu gehören beispielsweise Fuchsien, Bärlauch oder Funkien. Sie in die pralle Sonne zu pflanzen, würde ihnen daher eher schaden als nützen – und davon haben dann weder Sie noch die Pflanze etwas. Daher lohnt es sich, sich bereits vor der Pflanzung damit zu beschäftigen, ob der Neuzugang eher ein schattiges oder sonniges Plätzchen bevorzugt.

Einen ersten Überblick, welche Blumen eher für sonnige oder schattige Standorte geeignet sind, liefert folgende Tabelle:

Diese Blumen & Kräuter mögen es halbschattig bis schattigDiese Blumen & Kräuter fühlen sich an halbsonnigen bis vollsonnigen Standorten wohl
  • Bärlauch
  • Begonien
  • Buntnessel
  • Efeu
  • Farne
  • Fleißiges Liesche
  • Fuchsien
  • Funkien
  • Einige Hortensienarten z. B. blaue Bauernhortensien
  • Waldmeister
  • Prachtspiere / Astilbe
  • Storchschnabelarten wie z. B. Knotiger Bergwald Storchschnabel
  • Tränendes Herz
  • Immergrün
  • Kriechender Günsel
  • Schleierkraut
  • Waldmeister
  • Wolfsmilch
  • Brennender Busch
  • Färberkamille
  • Tauben-Skabiose
  • Einige Storchschnabelarten wie der Blut-Storchschnabel
  • Fetthenne
  • Kugeldistel
  • Rose
  • Nelkenarten wie die Karthäuser-Nelke
  • Glockenblume
  • Sonnenblumen
  •  Feld-Thymian (auch Quendel genannt)
  • Stauden-Lavendel
  • Wiesen-Salbei
  • Rosmarin
  • Odermennig
  • Wilder Majoran
  • Kornblume
  • Wollziese
  • Sonnenhut
  • Männertreu
  • Steinbrech
  • Verschiedene Astern wie Berg-Aster oder Myrten-Aster
  • Einige Storchschnabelarten wie Balkan-Storchschnabel
  • Ochsenauge
  • Präriekerzeeinfügen

Und wenn man schon einmal dabei ist, sollte auch gleich das vorhandene Substrat mit in den Blick genommen werden. Passt es ebenfalls zu den Bedürfnissen der Pflanze? Denn wenn die Grundlage nicht stimmt, werden Sie auch an einer mehrjährigen Pflanze nur kurz Ihre Freude haben!

Wasser sparen

6. Richtig gießen = nachhaltiges Gärtnern

Für nachhaltiges Gärtnern stellen sich hier gleich zwei Fragen: Woher kommt das Wasser? Und wie wird gegossen? Optimal für die Umwelt ist, wenn so viel Wasser wie möglich in der eigenen Regentonne aufgefangen und zur Bewässerung genutzt werden kann. Die beste Tageszeit für die Bewässerung ist der frühe Morgen, wenn die Verdunstung noch relativ gering ist. Am besten so gießen, dass möglichst wenig Wasser auf die Blätter gelangt, also das Wasser direkt auf die Erdoberfläche geben. Denn Wasser auf den Blättern sorgt nicht dafür, dass die Pflanzen ihren Durst stillen können, sondern birgt im Gegenteil ein Risiko für Pilzerkrankungen oder Verbrennungen. Gleichzeitig Wasser sparend und gut für das Wachstum der Wurzeln ist es, zwischen den Gießvorgängen die Erde abtrocknen zu lassen und erst danach wieder kräftig zu wässern. Mulch oder vergleichbare Bodenschutzprodukte verhindern die Verdunstung des Gießwassers und wirken sich zusätzlich positiv auf den Wasserverbrauch aus.

Gut vorbeugen

7. Natürliche Unkrautbarriere

Kahle Flächen auf der Erde können außerdem zur Austrocknung oder Erosion des wertvollen Bodens führen. Deshalb empfiehlt es sich, Bodendecker zu pflanzen oder Mulch auszubringen. Denn eine schützende Schicht aus gemischtem Rasenschnitt, Laub oder Ernterückständen sorgt nicht nur dafür, dass die Erde länger feucht bleibt und schützt so vor der Austrocknung, sondern fördert auch die Humusbildung und erschwert zugleich das Ausbreiten von Unkraut. Allerdings kommt in den meisten wilden Gärten ja sowieso nur Kraut vor – und kein Unkraut. Wo wir wieder beim Bewusstsein und der Wertschätzung unserer Ressourcen wären.

Gutes zurückgeben

8. Selbst kompostieren

Eigener Kompost ist nachaltig, da er - ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft - aus vorhandenen Reststoffen, zum Beispiel nährstoffreichem Grünschnitt, besteht. Gleichzeitig verbessert er die Bodeneigenschaften und kann - je nach verwendetem Ausgangsstoff und Nährstoffgehalt - auch als Dünger für Blumen- und Gemüsebeete verwendet werden. Auch bei diesem Thema gilt: Auf Kompostbehälter aus Naturprodukten wie Holz setzen und auf die Optionen aus Kunststoffen am besten verzichten.

 

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Ordentlich war gestern

9. Für mehr Sprießigkeit im Garten

Sauber geharkte Beete, eine Kieswüste im Vorgarten und eine akkurat geschnittener Kirschlorbeer sind zwar schön anzusehen - zum Schutz der Umwelt und Artenvielfalt tragen wir so allerdings nur wenig bei. Bunte Vielfalt pflanzen und öfters mal liegen lassen, sollten also unsere Devisen für noch nachhaltiges Gärtnern lauten. Das lockt Insekten an, die uns dafür aktiv bei der Gartenarbeit unterstützen. Womit wir schon beim 10. Tipp wären:

Nützlinge schützen

10. Gäste willkommen heißen

Immer mehr Tiere haben Schwierigkeiten, Nahrung oder Unterschlupf zu finden. Um ihnen Lebensraum zu bieten und die Artenvielfalt zu fördern, sollten wir daher bei der Anschaffung von Pflanzen genau hinsehen und heimische Sorten mit ungefüllten Blüten bevorzugen. Denn nur diese liefern ihnen die fürs Überleben notwendige Nahrung. Grundsätzlich fühlen sich Vögel, Kleinlebewesen und andere Nützlinge vor allem in wilden Gärten wohl, in denen eher natürliches Wirrwarr statt aufgeräumter Einöde herrscht. Und im Idealfall plant man den Garten so, dass das ganze Jahr über etwas blüht. Davon haben sowohl wir als auch die Insekten was.

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