Kompost
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Worauf Sie beim Anlegen eines Komposthaufens achten sollten

Kompostierung, auch Rotte genannt, bezeichnet einen biologischen Prozess, bei dem organisches Material aus Haus und Garten durch das Zusammenspiel von Sauerstoff, Bakterien und Mikroorganismen in Humus umgewandelt wird. Kompost eignet sich zur Verbesserung der Bodeneigenschaften. Je nach Nährstoffgehalt kann ausgereifter Kompost auch als Dünger für Blumen- und Gemüsebeete verwendet werden. Hier erfahren Sie alles, was Sie über Kompostierung wissen sollten.

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Welcher Standort ist am Besten für den Komposthaufen geeignet?

Wählen Sie für Ihren Komposthaufen am besten einen windgeschützten Platz im Schatten oder Halbschatten Ihres Gartens. Ein sonniger Platz eignet sich nicht so gut, da der Kompost im Sommer schnell austrocknet. Damit sich Bodenlebewesen wie Regenwürmer ansiedeln können, benötigt Ihr Komposthaufen unbedingt direkten Erdanschluss. Setzen Sie ihn daher auf keinen Fall auf eine feste Unterlage (Stein oder Beton) auf. Achten Sie bei der Auswahl des Standortes außerdem auf eine leichte und bequeme Zugänglichkeit. Und noch ein Tipp für mehr Harmonie in der Nachbarschaft: Platzieren Sie Ihren Komposthaufen besser nicht direkt an der Grundstücksgrenze.

Was sollte beim Anlegen des Komposthaufens beachtet werden?

Grundsätzlich sollte Ihr Komposthaufen eine Breite und Höhe von 1,50 m nicht überschreiten. Für die biologische Umsetzung müssen immer genügend Sauerstoff und Feuchtigkeit vorhanden sein. Zu locker aufgesetzte Komposthaufen trocknen schnell aus; zu dichte Haufen versorgen die Bodenlebewesen jedoch nicht ausreichend mit Sauerstoff. Für das richtige Verhältnis ist es also sehr wichtig, dass Sie das Kompostmaterial gut mischen. Prinzipiell gilt: Je vielseitiger die Mischung, desto wertvoller der Kompost.

Um die Kompostierung zu beschleunigen, sollten Sie alle Abfälle möglichst klein schneiden bzw. häckseln. Darüber hinaus können Sie zusätzliche Nährstoffe hinzufügen. Hierfür z.B. einfach zwischen jede Schicht frisch aufgesetzten Kompostmaterials unseren Schnellkomposte einstreuen und leicht einmischen. Dieser ist biologisch aktiv und schnell wirksam. Schon nach sechs bis acht Wochen entsteht hochwertiger Mulchkompost. Übrigens: Während längerer Trockenzeiten ist es notwendig, den Kompost von Zeit zu Zeit zu wässern.

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Welche Abfälle können kompostiert werden?

Für den Kompost eignen sich ausschließlich Abfälle aus organischem Material. Wichtig ist, dass sie keine Schad- oder Störstoffe wie Kunst- und Verbundstoffe, Folien, Gummi, Holz oder Knochen aufweisen. Ansonsten gelingt die Kompostierung nicht und Ihr Kompost ist nicht für eine spätere Verwendung geeignet.

Für die Kompostierung geeignet sind z.B.:

 

  • Gartenabfälle (jedoch keine kranken Pflanzen oder samentragende Unkräuter)
  • rohe Küchenabfälle (Obst, Gemüse)
  • in Maßen: trockener Gras- und Rasenschnitt
  • Schnittreste, Reisig und Blätter
  • Knollen und Wurzeln
  • Stroh
  • Mulch
  • Kaffeefilter und Teebeutel
  • Eierschalen
  • in Maßen: (Zeitungs-) Papier, unbeschichtet und nicht farbig bedruckt
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Wann ist der Kompost reif?

Halbreif ist Kompost bei gutem Rotteverlauf in der Regel nach zwei bis drei Monaten. Er riecht dann nach frischer Walderde und hat bis auf wenige grobe Bestandteile seine Faserstruktur verloren. Spätestens nach einem halben Jahr ist der Kompost reif. Das erkennen Sie daran, dass die organischen Bestandteile zu dunklem, duftendem Humus geworden sind.

Kompost

Wofür lässt sich Kompost verwenden?

Grundsätzlich eignet sich Kompost für den gesamten Garten. Ganz besonders empfiehlt sich der Einsatz im Nutzgarten vor der Frühjahrsanpflanzung sowie unter Bäumen und Sträuchern. Für Flächen mit Moorbeetpflanzen (Rhododendren, Fuchsien, Eriken und Callunen) sollten Sie besser keinen Kompost verwenden, da diese vergilben würden.

Kompost wird – je nach Art der Bepflanzung und Menge der bereits zugegebenen Düngemittel – bis zu fünf Zentimeter dick ausgestreut und oberflächlich untergeharkt. Er enthält hohe Mengen an Phosphat und Kalium. Dies sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie neben dem Kompost weitere Dünger verwenden. Hornspäne ergänzen die Nährstoffbilanz von Kompost ideal und sorgen in Kombination für eine optimale Düngerwirkung

Warum lohnt sich eine Flächenkompostierung?

Die Flächenkompostierung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Haufenkompostierung. Dabei werden Ernterückstände, Laub und abgestorbene Pflanzenteile direkt dort, wo sie anfallen, auf dem Erdreich verteilt. Auch hier sollten Sie grob strukturierte und holzige Materialien ausschließlich in zerkleinerter Form verwenden. Das Ergebnis ist eine Mulchdecke, die erheblich zur Gesundheit der Pflanzen und des Bodens beiträgt. Sie steuert den Wasser- und Wärmehaushalt, hält Regen und Wind ab, dämmt das Unkraut ein und schützt die Bodenlebewesen.

Rene Wadas
Quotemark

Stickstoffmangel der Pflanzen vermeiden

Damit sich die Bodenlebewesen und unsere Pflanzen wohlfühlen und keinen Stickstoffmangel bekommen, brauchen sie eine Extraportion Wurmfutter. Hierfür einfach Hornspäne, Schafwolldünger oder Schnellkomposter in die Mulchschicht harken.

René Wadas, Pflanzenarzt

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