
Träumen Sie von einem Freiluftwohnzimmer über den Dächern der Stadt? Mit der richtigen Planung und kreativen Ideen verwandeln Sie Ihre Dachterrasse in einen Rückzugsort, der zum Entspannen, Gärtnern und Genießen einlädt. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Dachterrasse gemütlich gestalten – von der Planung über die Auswahl der Pflanzen bis hin zu Sonnenschutz, Möbeln und Dekoration.

Dachterrassen haben besondere Anforderungen: So müssen zum Beispiel Statik, Sonneneinstrahlung, Windbelastung und Wasserablauf berücksichtigt werden. Neben der Tragfähigkeit des Dachs, also dem Gewicht, das die Terrasse tragen kann, ist auch die Entwässerung der Dachterrasse sowie Sicherheitsaspekte wie eine ausreichende Geländerhöhe entscheidend. Auch ein Wasseranschluss ist sinnvoll. Bevor Sie loslegen, sollte deswegen ein Fachmann hinzugezogen werden. Die baulichen Gegebenheiten werden in der Regel von einem Architekten und / oder einem Statiker überprüft. Eine Baugenehmigung kann das örtliche Bauamt erteilen.
Darüber hinaus sollten Sie sich zur Dachterrassengestaltung einen genauen Überblick über die Eigenschaften Ihrer Terrasse machen sowie Ihre Präferenzen und Ihr Budget festlegen:
Auf Dachterrassen herrschen oft extreme Bedingungen: Viel Sonne, Wind und manchmal Frost können den Pflanzen ganz schön zusetzen. Umso wichtiger ist es, sich bewusst für robuste Pflanzen zu entscheiden und die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen, zum Beispiel hinsichtlich der benötigten beziehungsweise verträglichen Sonneneinstrahlung, zu berücksichtigen. Geeignete Pflanzen für die Dachterrassengestaltung sind zum Beispiel:
| Eigenschaft der Dachterrasse | Geeignete Pflanzen |
|---|---|
Sonnenbereiche – auch eher windige Standorte | Erdbeeren, Eukalyptus, Fetthenne, Gräser wie z.B. Lampenputzergras oder Pampasgras, Japanischer Lebkuchenbaum, Kakteen und Sukkulenten, Lavendel, Katzenminze, mediterrane Kräuter wie Olivenbaum, Porzellanröschen, Rosmarin, Thymian oder Salbei, verschiedene Obstarten in schwachwachsender Variante (zum Beispiel Apfel, Pfirsich, Aprikose, Nektarine), Wein |
Sonnenbereiche – windgeschützt | Bougainvillea, Chili, Feige, Granatapfelbaum, Himbeere, Oleander, Paprika, Pfirsichbaum, Tomaten, Wandelröschen, Zitrusbäumchen, Zwergpalme |
Halbschattige Bereiche | Buchsbaum, Fetthenne, Hibiskus (ideal sind allerdings sonnige Standorte), Hortensie |
Schattenbereiche | Farne, Funkie, Japanischer Lebkuchenbaum |
Große Dachterrassen | Gräser, Hibiskus, Hortensie, Olivenbaum, Oleander |
Kleine Dachterrassen | Kakteen und Sukkulenten, Lavendel, mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei, Porzellanröschen |

Neben der geeigneten Pflanzenauswahl sollten Sie für Ihren Dachgarten Vorkehrungen zur richtigen Bewässerung treffen. Denn Kübel können auf der Dachterrasse durch Sonne und Wind sehr schnell austrocknen. Bei Regen besteht gleichzeitig die Gefahr von Staunässe, da das Wasser schneller in die Erde einsickern kann, als es bei einem überdachten Balkon der Fall ist. Sorgen Sie deshalb unbedingt für Löcher in den Blumentöpfen, sodass überschüssiges Wasser rasch abfließen kann. Unser Experte Werner Peitzmann empfiehlt zudem die Verwendung des COMPO BIO GRANUPLANT® Drainage- und Pflanzgranulat: „Die nachhaltige Blähton-Alternative aus 100% Bimsstein ist bestens für die Drainage geeignet. Das Granulat speichert Wasser und schützt somit zuverlässig vor Staunässe im Pflanzgefäß. Gleichzeitig kann es auch zur Abdeckung der Erdoberfläche verwendet werden und so übermäßige Austrocknung verhindern.“
Auch mit der Wahl der richtigen Erde können Sie Ihre Pflanzen auf der Dachterrasse unterstützen: Wenn Sie es sich besonders einfach machen möchten, wählen Sie das COMPO BIO GRANUPLANT nicht nur für Drainage und Abdeckung, sondern nutzen es gleich als alleiniges Substrat. Alternativ oder ergänzend sind auch unsere COMPO BIO AQUA DEPOT Produkte eine clevere Lösung bei Trockenheit und Hitze. Sie sind gezielt auf solche Herausforderungen abgestimmt und bringen Sie wassersparend durch den Sommer.
Automatische Bewässerung oder Wasserspeicher in Pflanzgefäßen erleichtern die Pflege und sichern die Versorgung auch an heißen Tagen. Auch Ollas* sind eine gute und kostengünstige Möglichkeit, um die Pflanzen zu versorgen.
*Ollas sind Tonkrüge, die in die Erde eingegraben und mit Wasser gefüllt werden. So wird das Wasser langsam und gleichmäßig an die Umgebung abgeben.
Gerade bei Kräutern und Gemüse bietet sich die Kultivierung im Hochbeet an. Dies ist nicht nur rückenschonend, sondern ist auch platzsparender als der Anbau in separaten Kübeln. Allerdings sollte das Beet in einem überdachten, möglichst windgeschützten Bereich stehen. Falls dies noch nicht auf natürliche Weise auf Ihrer Dachterrasse vorhanden ist, können auch nachträglich Überdachungen angebracht werden. Damit steht auch der Ernte von leckerem Salat, Spinat, Radieschen, Roter Bete oder Snack-Paprika nichts mehr im Wege. Weitere Informationen gibt es in unserem Ratgeber „Hochbeet auf dem Balkon anlegen“ und „Hochbeet bepflanzen“. Alles rund um mediterrane Kräuter finden Sie im Artikel „Mediterrane Kräuter: pflanzen, pflegen und verarbeiten“.

Mit der richtigen Bepflanzung zaubern Sie sich nicht nur eine grüne Oase auf die Dachterrasse, sondern können auch gezielt Vorkehrungen gegen Sonne und Wind und neugierige Blicke treffen. Hohe Pflanzkübel mit Gräsern brechen den Wind, spenden Schatten und schaffen ein angenehmes Klima. Auch größere Pflanzen wie Olivenbäume oder Zwergpalmen sind geeignet. An Geländern können Sie außerdem Kletterpflanzen wie Wilden Wein ranken lassen. Somit schaffen Sie sich nicht nur eine Windbarriere, sondern auch einen Sichtschutz für Ihren Dachgarten. Möchten Sie zusätzlich einen Sonnenschirm installieren, achten Sie darauf, dass dieser speziell für Dachterrassen ausgelegt ist. Böen sollten für den Schirm kein Problem sein. Insbesondere bei großen Dachterrassen ist auch ein Sonnensegel eine praktische Lösung, das zugleich für eine angenehme Atmosphäre und Sichtschutz sorgt.

Bei der Auswahl von Bodenbelag und Möbeln gilt vor allem eins: Wetterfest muss es sein! Achten Sie bei der Gestaltung auf UV-Beständigkeit, Rutschfestigkeit und wasserabweisende Materialien. Terrakottafliesen und Natursteinplatten eigenen sich wunderbar als Boden, insbesondere für eine mediterrane Dachterrasse. Holzdielen sorgen ebenso für Natürlichkeit, allerdings kann sich Holz mit der Zeit stark verändern. Ohne ausreichend Behandlung wird Holz bei Nässe zudem schnell rutschig. Der Pflegeaufwand ist entsprechend hoch. Eine Alternative kann deswegen ein Boden aus WPC bieten. WPC steht für Wood-Plastic-Composite – es handelt sich also um eine Mischung aus Holz und Kunststoff, die besonders pflegeleicht und langlebig ist.
Auch bei den Gartenmöbeln setzen Sie am besten auf robuste Materialien wie Aluminium. Beliebte Materialien sind auch Teakholz oder Rattan – sie benötigen jedoch deutlich mehr Schutz und Pflege. Daher empfiehlt es sich, Stühle, Tische und Lounge-Möbel zusätzlich mit Schutzhüllen auszustatten, sodass Sie möglichst lange schön bleiben. Für kleine Dachterrassen sind platzsparende Lösungen mit Klappstühlen, ausziehbaren Tischen und Sitzbänken mit integriertem Stauraum ideal. Günstig und nachhaltig ist ein selbstgebautes Sofa aus Paletten.

Eine Dachterrasse kann mehr als nur ein paar Blumentöpfe – mit ein paar Tricks wird sie ganz einfach zum Freiluftwohnzimmer umgestaltet. Neben der Kombination aus Sitzbereichen und Pflanzinseln, spielt auch die Dekoration und Beleuchtung eine große Rolle, um die Dachterrasse gemütlich zu gestalten. Textilelemente wie Outdoor-Teppiche, Kissen und Decken können die gesamte Atmosphäre der Dachterrasse verändern und zum Beispiel einen mediterranen, japanischen oder skandinavischen Look hervorheben. Damit Sie sich lange daran erfreuen können, sollten Sie auf hochwertige Textilien zurückgreifen, die eine hohe Lichtstabilität aufweisen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Farben schon nach kurzer Zeit ausbleichen.
Lichterketten, Solarlichter oder Kerzen sorgen zudem für gemütliche Abendstunden – nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern das gesamte Jahr über. Auch hier sind viele verschiedene Variationen erhältlich, zum Beispiel Lampions, Glühbirnen im Vintage-Stil oder bunte Party-Lichterketten. Unsere Idee für die Tischdekoration: Hier machen sich Einmachgläser mit Mini-Lichterketten sehr gut. Mehr Inspiration gibt es im Artikel „Stimmungsvolle Lichter im Garten“.
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