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Steckbrief

Pfaffenhütchen (Spindelstrauch)

Pfaffenhütchen
Euonymus europaeus
Pfaffenhütchen
Euonymus europaeus

Bedürfnisse

Gießen:
wenig
Licht:
Sonne/Halbschatten
Pflegeaufwand:
gering

Blütezeit

Eigenschaften

Einsatzbereich:
Beet
Wuchshöhe:
2-4 Meter
Blütefarbe:
Cremeweiß, Hellgrün

Richtig pflanzen

Pfaffenhütchen pflanzen

Der beste Standort für Pfaffenhütchen im Garten

Buntes Herbstlaub und leuchtende Früchte bis in den Winter hinein – wenn Ihnen bei dem Gedanken an das Pfaffenhütchen als erstes dieses farbenfrohe Bild in den Sinn kommt, sollten Sie dem Strauch unbedingt einen sonnigen, warmen Standort in Ihrem Garten einräumen. Zwar können Pfaffenhütchen auch im Halbschatten viele Jahrzehnte alt werden, jedoch bleiben Blütenfülle und Farbenpracht dort meist hinter den Erwartungen zurück.
Daneben gibt es noch einen weiteren Punkt, den Sie bei der Standortwahl von Pfaffenhütchen eine wichtige Rolle spielt: Fühlt sich das Ziergehölz an seinem Standort wohl, wächst es bis zu 25 cm pro Jahr. Entweder planen Sie also gleich zu Beginn ausreichend Platz zu den Beetnachbarn ein, oder Sie greifen jährlich beherzt zur Schere,  damit der Strauch im Beet nicht alles überwuchert.

Wann ist Pflanzzeit für Pfaffenhütchen?

Das Europäische Pfaffenhütchen ist ein sommergrüner Strauch. Die optimale Pflanzzeit für Pfaffenhütchen im Garten ist deshalb im Herbst, wenn das Gehölz seine Blätter verloren hat. Was den Standort betrifft, stellt der Spindelstrauch keine besonderen Ansprüche – ganz im Gegenteil: Besonders gern wächst er sogar auf kalkhaltigen Lehmböden, wo sich die meisten anderen Ziergehölze überhaupt nicht wohlfühlen. So lange es dort nicht allzu sandig ist, können Sie Ihr Pfaffenhütchen also bedenkenlos in jede Art von Gartenboden pflanzen.

Pfaffenhütchen im Garten einpflanzen

Um das Pfaffenhütchen ins Beet einzupflanzen, lockern Sie den Boden rund um die Pflanzstelle am besten einmal tiefgründig auf. Je nach Bodenbeschaffenheit kann etwas Kalk in den Boden eingearbeitet werden, denn kalkhaltige Böden mag das Pfaffenhütchen besonders gern. Das Pflanzloch sollte gerade so tief sein, dass der Wurzelballen nach dem Eingraben etwa 1-2 cm unterhalb der Erdoberfläche liegt – das schützt die Pflanze vor Trockenheit und Frost. Um das Anwachsen zu erleichtern, dürfen Sie noch etwas Pflanzdünger oder Wurzelturbo mit in das Loch geben.

Bei einer Herbstpflanzung wird vermutlich bald der Regen die regelmäßige Bewässerung des neu gepflanzten Pfaffenhütchens übernehmen. Sollte es jedoch trocken bleiben, müssen Sie in den ersten Wochen nach der Pflanzung für eine regelmäßige Wasserversorgung sorgen.

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Auch wenn sich Vögel über die knallbunten Beeren freuen, für Menschen sind die Früchte des Pfaffenhütchens extrem giftig. Für einen Garten mit Kleinkindern ist der Strauch also ungeeignet.

Richtig pflegen

Pfaffenhütchen pflegen

Wie oft muss man ein Pfaffenhütchen gießen?

Ist ein Pfaffenhütchen im Garten einmal richtig angewurzelt, braucht es nicht mehr regelmäßig gegossen werden. Jedoch wurzelt der Strauch eher in die Breite. Damit eignet sich das Pfaffenhütchen zwar perfekt, um Hänge und abschüssige Beete zu befestigen, für die Wasserversorgung in längeren Trockenperioden sind diese flachen Feinwurzeln jedoch suboptimal. In besonders heißen und regenarmen Sommern sollten Sie also doch hin und wieder zum Gartenschlauch greifen, damit das Wachstum Ihres Pfaffenhütchens nicht beeinträchtigt wird.

Muss man ein Pfaffenhütchen düngen?

Nachdem es bei der Pflanzung mit einer Start-Düngung versorgt wurde, braucht das Pfaffenhütchen nicht mehr unbedingt gedüngt werden. Wurde das Gehölz hingegen als Heckenpflanze gesetzt, ist oft ein schnelles Wachstum erwünscht. In diesem Fall können Sie das Pfaffenhütchen jedes Jahr im Frühjahr mit etwas Kompost oder Hornspänen versorgen. Auch Spezialdünger für Gehölze oder Hecken helfen dem Wachstum auf die Sprünge, sodass Sie schon nach wenigen Jahren vor einer dichten Pfaffenhütchen-Hecke stehen werden.

Pfaffenhütchen überwintern

Den ersten Winter nach der Pflanzung übersteht das Pfaffenhütchen unter einer Schicht aus Laub oder Tannenzweigen. Nach einem Jahr im Gartenbeet ist der Strauch in der Regel so gut verwurzelt, dass er ohne Frostschutz durch den Winter kommt. Auch Minusgrade im zweistelligen Bereich übersteht das Pfaffenhütchen problemlos, denn sein Holz ist äußerst fest – so fest, dass früher sogar Stricknadeln und Spindeln – daher auch der Name Spindelstauch – daraus hergestellt wurden.

Pfaffenhütchen richtig schneiden

Fühlt sich das Pfaffenhütchen an seinem Standort wohl, wächst es bis zu 25 cm pro Saison. Besonders bei der Pflanzung im Beet kann es da schnell mal eng werden. Schneiden Sie Ihr Pfaffenhütchen deshalb am besten jedes Jahr im Frühjahr, bevor sich der Neuaustrieb bildet. Dabei gilt: Erlaubt ist, was gefällt, denn das Pfaffenhütchen ist sehr robust und verträgt auch tiefe Rückschnitte.

Pfaffenhütchen-Gespinstmotte bekämpfen

Ihr Pfaffenhütchen ist im Frühjahr von Gespinsten überzogen, die an Spinnenweben erinnern? Dann ist der Strauch mit großer Wahrscheinlichkeit von der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte befallen. An sich sind die Raupen des Falters nicht gefährlich, jedoch treten sie meist in so großen Scharen auf, dass die Blätter des Pfaffenhütchens nach dem Befall vollkommen zerfressen sind und einfach unansehnlich aussehen. Damit die unschönen Gespinste und Fraßschäden an Ihrem Pfaffenhütchen erst gar nicht auftreten, ist im April eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Neemöl zu empfehlen. Nehmen die jungen Raupen das Mittel auf, sterben sie ab. So können Sie den Befall für die Saison vollständig verhindern. Damit der Wirkstoff als Fraßgift von den Raupen komplett aufgenommen werden kann, sprühen Sie Ihr Pfaffenhütchen am besten von allen Seiten mit dem Mittel ein und sparen dabei auch die Blattunterseiten nicht aus. Um sicher zu gehen, sollte man bei der Behandlung nicht nur auf die Blätter, sondern auch mit kräftigem Druck auf die geschützten Gespinste zielen.

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