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Steckbrief

Zaubernuss (Hamamelis)

Zaubernuss

Bedürfnisse

Gießen:
mittel
Licht:
Sonne/Halbschatten
Pflegeaufwand:
gering

Blütezeit

Eigenschaften

Einsatzbereich:
Beet
Wuchshöhe:
2 bis 4 m
Blütefarbe:
Gelb, Orange, Rot

Richtig pflanzen

Zaubernuss pflanzen

Der richtige Standort für die Zaubernuss im Garten

Üppige Blütenpracht bei Temperaturen bis -12 °C – für dieses Schauspiel möchte die Zaubernuss zumindest einen hellen und windgeschützten Standort in Ihrem Garten, an dem sie im Winter die wenigen Sonnenstunden einfangen kann. Zwar kommt das Gehölz auch im Halbschatten gut zurecht, der Blütenreichtum kann dort jedoch auch schon mal spärlich ausfallen. Wird es den Blüten im Winter allzu frostig, rollen sie sich zusammen und von der Farbenpracht ist nicht mehr viel zu sehen.

Dann gibt es da noch eine Sache, mit der Sie der Zaubernuss bei der Standortauswahl einen großen Gefallen tun können: Das Gehölz bildet flache Feinwurzeln und kann sich deshalb nicht so gut gegen stark-wurzelnde Beetnachbarn durchsetzen. Planen Sie deshalb ausreichend Pflanzabstand zu den nächsten größeren Stauden und Gehölzen ein – am besten 3-4 Meter zu allen Seiten.

Zaubernuss pflanzen – die Bodenvorbereitung

Aufgrund ihres feinen, flachen Wurzelwerkes hat Hamamelis gegenüber den anderen Pflanzen im Gartenbeet einen Nachteil. Den können Sie jedoch weitestgehend ausgleichen, indem Sie das Ziergehölz richtig pflanzen. Am liebsten mag die Zaubernuss humose und feuchte Böden. Haben Sie also einen lockeren und tiefgründigen Gartenboden, müssen Sie für die Pflanzung der Zaubernuss keine große Vorarbeit leisten. Anders sieht es hingegen bei lehmigen, stark verdichteten Böden aus oder bei solchen, die besonders sandig sind und dadurch kaum Wasser speichern. Dann graben Sie das Pflanzloch zunächst deutlich größer aus, als es sein müsste, und bessern den Boden rings um das Pflanzloch entsprechend nach:

  • Lehmige, schwere Böden müssen aufgelockert werden, denn bei großem Wurzeldruck wird sich die Zaubernuss nur spärlich entwickeln. Dazu arbeiten Sie großzügig Sand in den Boden ein, zusätzlich bieten Pflanzerde oder frischer Mutterboden aus dem Kompost dem Wurzelballen ein luftiges Bett zum Anwurzeln.
  • Sandige Böden mit geringer Wasserspeicherfähigkeit müssen hingegen ein wenig verdichtet werden, sonst trocknet der Flachwurzler in den heißen Sommermonaten zu schnell aus und Sie müssten ihn häufig wässern. Hierzu eignen sich schwerer Kompostboden oder nährstoffreiche Pflanzerde. Wenn Sie andere Stellen im Garten haben, an denen guter Mutterboden zu finden ist, können Sie auch von dort etwas Erde abtragen und diese als Pflanzbasis für Ihre Zaubernuss aufschütten.

Zaubernuss pflanzen – der richtige Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt, um eine Zaubernuss im Garten zu pflanzen, ist im Herbst vor dem ersten Frost. So bekommt die Pflanze in den ersten Monaten nach ihrer Pflanzung immer ausreichend Wasser und kann sich voll und ganz auf die Wurzelbildung konzentrieren, bevor sie im Frühjahr wieder ihr Blätterkleid versorgen muss. Bei wurzelnackten Zaubernusspflanzen ist die Herbstpflanzung ein absolutes Muss, denn diese haben in der Regel wenige oder gar keine Feinwurzeln, mit denen sie sich mit Wasser versorgen können. Haben Sie Ihre Zaubernuss hingegen als Containerpflanze erworben (also eine Pflanze mit Erde und Wurzelballen im Topf), ist auch eine Pflanzung im Frühjahr möglich.

Ihre Zaubernuss wächst nicht?

Nachdem Sie Ihre Zaubernuss im Garten gepflanzt haben, müssen Sie etwas Geduld mitbringen. In den ersten drei bis fünf Jahren nach der Pflanzung konzentriert sich das Ziergehölz auf die Bildung seines flachen, aber großflächigen Wurzelwerkes. In dieser Zeit wächst der oberirdische Teil der Pflanze kaum. Sie können die Wartezeit aber nutzen, um eine Unterpflanzung aus flachwurzelnden Bodendeckern anzulegen und die anfänglich etwas spärlich aussehende Pflanzstelle so etwas attraktiver gestalten.

Hinweis für Eltern & Haustierbesitzer

Die Zaubernuss gehört zu den wenigen Ziergehölzen im Garten, die vollkommen ungiftig sind und sich daher perfekt für den Familiengarten eignen.

Richtig pflegen

Zaubernuss pflegen

Wie oft muss man eine Zaubernuss gießen?

In puncto Bewässerung hat es einen großen Vorteil, dass die Zaubernuss in den ersten Jahren kaum wächst, denn so kann sie trotz der anfänglich spärlichen Wurzeln gut mit ihrem Wasser haushalten. Trotzdem sollten Sie in den ersten Monaten nach der Pflanzung darauf achten, dass Hamamelis keiner langen Trockenheit ausgesetzt ist – auch im Herbst oder Frühjahr kann gegebenenfalls zusätzliches Wässern notwendig sein. Besondere Vorsicht ist in den ersten drei Jahren während der Sommermonate gefragt. Ist es heiß und trocken, muss der Strauch regelmäßig gegossen werden. Hatte die Zaubernuss im Sommer zu wenig Wasser, merken Sie dies daran, dass die Blütenfülle im Winter nur spärlich ausfällt oder erst mit einigen Wochen Verzögerung beginnt.
Um den Aufwand beim Gießen im Sommer zu reduzieren, kann der Boden rings um den Wurzelballen mit einer Mulchschicht abgedeckt werden – so verdunstet deutlich weniger Wasser.

Muss man eine Zaubernuss düngen?

Konnten Sie Ihre Zaubernuss in einen guten Mutterboden pflanzen, müssen Sie die Pflanze nicht mehr zusätzlich düngen. Anders sieht es bei sandigen oder lehmigen Böden aus, in denen das Bodenleben weniger aktiv ist. Ist das der Fall empfiehlt es sich, jedes Jahr im Frühjahr zum Neuaustrieb der Blätter eine Portion Hornspäne oder einen Langzeitdünger für Gehölze in den Boden einzuarbeiten. Auch eine Portion Kompost oder Pferdedung liefern eine ausreichende Nährstoffversorgung für die kommende Saison.

Darf man eine Zaubernuss schneiden?

Bei den in der Gärtnerei erhältlichen Zaubernüssen handelt es sich um aufwändig veredelte Pflanzen. Aus diesem Grund ist das Ziergehölz relativ teuer, es wächst dafür aber auch nicht besonders ausladend und bildet in der Regel von alleine eine gleichmäßig-schöne Krone, die nicht in Form geschnitten werden muss. Möchten Sie Ihre Zaubernuss trotzdem in Form schneiden, sollten Sie dies nur zurückhaltend tun. Denn am alten Holz bildet Hamamelis - wenn überhaupt - nur noch sehr wenige Blüten und so kann es nach einem starken Rückschnitt Jahre dauern, bis die Pflanze wieder ein schönes Blütenkleid bildet.

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