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Steckbrief

Stevia

Stevia

Bedürfnisse

Gießen:
mittel
Licht:
Sonne
Pflegeaufwand:
mittel

Erntezeit

Eigenschaften

Einsatzbereich:
Garten, Balkon, Terrasse, Zimmer
Wuchshöhe:
ca. 30-100 Zentimeter
Blütefarbe:
Cremeweiß

Richtig pflanzen

Stevia pflanzen

Woher stammt die Stevia-Pflanze?

Die grünen, ovalen Blätter der Stevia erinnern im ersten Moment an eine andere Pflanze: die Minze. Vermutlich kennen Sie die Süße der Stevia (Stevia rebaudiana) bereits. Denn die Pflanze ist vor allem als kalorienarme Zuckeralternative bekannt. So wird sie oft in Softdrinks, Süßigkeiten oder ganz klassisch als Süßstoff verwendet. Das immergrüne Kraut ist außerdem unter den Namen Honigblatt, Honigkraut und Süßkraut bekannt.

Die Wurzeln der Stevia-Pflanze liegen nicht in Europa, sondern rund 10.700 Kilometer entfernt. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika – genauer gesagt aus Paraguay. Dort ist sie seit Jahrhunderten als Naturarznei bekannt: Die getrockneten Steviablätter werden seit jeher auch zum Süßen des Mate-Tees genutzt. Europa erreichte die Pflanze im 16. Jahrhundert, wobei sie allerdings erst seit 2011 als Lebensmittel zugelassen ist. Die Stevia rebaudiana gehört zu der Gattung der Stevien aus der Familie der Korbblütler. Die cremeweißen Blüten der Stevia-Pflanze kommen erst im Spätsommer zum Vorschein. Zur Gattung der Stevia zählen rund 230 Arten. Doch nur die Blätter der Stevia rebaudiana bilden das süß schmeckende Steviosid, ein kalorienarmes Süßungsmittel. In unseren Breitengraden wird die Stevia-Pflanze zwischen 60 Zentimetern und 100 Zentimetern hoch.

Der Standort: Die Stevia ist eine Sonnenanbeterin

Der Pflegeaufwand des Süßkrauts ist relativ hoch, daher eignet sie sich nicht unbedingt für Einsteiger:innen. Da Stevia eine Sonnenanbeterin ist, benötigt – sowohl im Topf als auch im Beet – einen sonnigen, warmen und gleichzeitig auch windgeschützten Standort, zum Beispiel auf einem überdachten Südbalkon oder auf einer sonnigen Terrasse. Die subtropische Pflanze fühlt sich am wohlsten, wenn der Boden gut durchlässig und sandig bis lehmig ist. Sie kann auch durchaus als Zimmerpflanze funktionieren, solange sie genug Licht bekommt. Eine lichtdurchflutete Fensterbank ist für die Stevia genau der richtige Standort.

Stevia aussäen

Säen Sie die Stevia-Samen ab April in Anzuchtschalen auf der hellen Fensterbank oder im Frühbeetkasten. Da die Samen für die Aussaat ein nährstoffarmes Substrat benötigen, ist eine spezielle Anzuchterde wie die COMPO BIO Anzucht- und Kräutererde torffrei optimal geeignet. Stevia-Samen sind Lichtkeimer – drücken Sie die Samen daher nur leicht an und bedecken Sie sie nicht oder nur hauchdünn mit Erde. Die Erde schützt die Samen vor dem Austrocknen. Denn ab dem Zeitpunkt der Aussaat gilt die wichtigste Pflegeregel: Samen feucht halten. Trocknet die Erde aus, können die Samen nicht mehr keimen. Ein guter Standort für die kleinen Samen ist eine helle Fensterbank, die Temperaturen sollten dabei über 20 Grad warm sein. Nach rund zehn Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge. Sobald sich das erste richtige Blattpaar nach den Keimblättern entwickelt hat, werden die Keimlinge pikiert. Das bedeutet, dass man sie vorsichtig mithilfe eines Pikierstabs oder Bleistiftes vereinzelt und in eigene kleine Töpfe setzt. Die Töpfe sollten eine Durchschnittsgröße von mindestens acht Zentimetern haben. Wenn die kleinen Jungpflanzen den Topf gut durchwurzelt haben und die Eisheiligen vorüber sind, können Sie die Pflanzen ins Freiland, in den Balkonkasten oder in einen Kübel auf die Terrasse pflanzen.

Stevia ins Beet pflanzen

Wenn Sie die Jungpflanzen ins Beet setzen, ist ein großzügiger Pflanzabstand von 30 bis 50 Zentimetern empfehlenswert. Denn bei richtiger Pflege und regelmäßigem Zurückschneiden wird das Honigblatt sehr buschig und kann je nach Sorte bis zu einem Meter Höhe erreichen. Der Boden sollte im Freiland nährstoffarm sein. Hierfür eignet sich beispielsweise die COMPO BIO Anzucht- und Kräutererde.

Stevia im Topf anbauen

Statt im Beet lässt sich Stevia auch wunderbar als Topfpflanze kultivieren. Dabei sollte der Topf einen Durchmesser von mindestens 20 Zentimetern haben. Verwenden Sie bei einer Kultur im Topf oder Kübel ebenfalls eine nährstoffarme Kräutererde. Da die Steviapflanze sehr empfindlich auf Staunässe reagiert, können Sie vorab eine Drainageschicht in die Erde setzen. Hierfür eignet sich ein Drainage- und Pflanzgranulat wie Bims oder Kies. Draußen im Kübel fühlt sich die Steviakraut an einem windgeschützten und sonnigen Standort am wohlsten – am liebsten direkt an einer Hauswand. 

Richtig pflegen

Stevia pflegen

Stevia gießen: Vorsicht bei Staunässe

Die Stevia-Pflanze bevorzugt eine gute Balance zwischen Nässe und Trockenheit. Vor allem in den Sommermonaten sollten Sie darauf achten, die Pflanze regelmäßig, aber bedacht zu wässern. Bei Trockenheit reagiert die Stevia sehr empfindlich, da die flachen Wurzeln nur das Oberflächenwasser erreichen. Aber Vorsicht bei Staunässe: Das wird Ihnen das Honigkraut vermutlich nicht verzeihen.

Stevia düngen – so funktioniert es

Das Süßkraut benötigt nur wenig Nährstoffe. Denn wie viele andere Kräuter reagiert auch Stevia sehr empfindlich auf eine Überdüngung und ist dann anfälliger für Schädlinge. Eine Überdüngung erkennen Sie beispielsweise daran, dass das Kraut schnell in die Höhe schießt und dünne, instabile Blätter ausbildet. Düngen Sie die Pflanze daher ausschließlich während der Wachstumsphase und lassen Sie zwischen den Düngergaben ruhig einige Wochen verstreichen. Generell gilt: lieber einmal zu wenig düngen als einmal zu viel. Verwenden Sie außerdem einen milden Dünger wie den COMPO BIO Kräuterdünger oder den COMPO BIO NaturDünger mit Guano.

Stevia schneiden: für einen kräftigen Wuchs

Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert das Wachstum und die Stevia wird vieltriebiger, standfester und weniger anfällig für einen Triebbruch. Scheiden Sie das Kraut im Sommer daher regelmäßig zurück. Nach der Ernte im September, sollte die Pflanze auf 10 Zentimeter heruntergeschnitten werden, bevor sie zur Überwinterung ins Haus zieht.

Stevia-Pflanze vermehren

Hat Ihre Stevia-Pflanze kräftige Triebe entwickelt? Dann eignet sie sich hervorragend zur Vermehrung. Am einfachsten gelingt die Vermehrung durch das Abtrennen der Stecklinge einer gesunden Mutterpflanze. Um Verletzungen und Krankheiten zu vermeiden, trennen Sie die Stecklinge vorsichtig mit einem scharfen Messer. Da der Steckling noch keine Wurzeln besitzt, wird er danach in ein Glas Wasser gestellt. Achten Sie darauf, das Wasser jeden Tag zu auszutauschen. Nachdem sich die ersten feinen Wurzeln gebildet haben, können Sie die Stecklinge in einen neuen Topf mit einer durchlässigen und nährstoffarmen Kräutererde setzen.

Ist die Stevia-Pflanze winterhart?

Die Stevia stammt aus wärmeren Gefilden und ist dort hohen Temperaturen ausgesetzt. Die mehrjährige Pflanze verträgt daher absolut keinen Frost und kann einem europäischen Winter somit nicht standhalten. Wenn Sie die subtropische Pflanze überwintern möchten, sollten Sie die Pflanze aus dem Beet ausgraben und für die kalten Wintermonate in einen Topf pflanzen und ins Haus bringen. Die Raumtemperatur sollte die 13 Grad Celcius nicht unterschreiten. Steht die Pflanze in einem Kübel, kann sie problemlos ins Haus ziehen. Damit die Stevia im Frühjahr kräftig austreibt, ist im Winter ein großzügiger Rückschnitt auf zehn Zentimeter nötig. Im Winter sollten Sie mit dem Gießen besonders sparsam sein – einmal pro Monat wässern reicht völlig aus. Eine Düngung benötigt die Stevia-Pflanze in den Wintermonaten nicht.

Stevia-Pflanze ernten

Die grünen, ovalen Blätter des Honigblatts enthalten das süß schmeckende Pflanzenstoffe, die als Steviolglycoside bezeichnet werden. Der Erntezeitpunkt dieser Blätter unterscheidet sich je nach Standort. Kultivieren Sie die Pflanze drinnen in Topf? Dann können Sie die Steviablätter das ganze Jahr über ernten und verzehren. Im Freiland ist die optimale Erntezeit der September, kurz bevor die Pflanze zu blühen beginnt.

Vorsicht bei der Dosierung: Die Süße der Stevia ist rund 200 bis 400-mal so stark wie herkömmlicher Zucker! Damit hat das Honigblatt eine starke Süßkraft.

Stevia verarbeiten: direkt, getrocknet oder als Pulver?

Mittlerweile finden sich auf dem Markt zahlreiche Zuckeralternativen. Doch die Steviolglycoside gehören mit zu den beliebtesten. Das hat verschiedene Gründe wie die Annahme, dass der Verzehr kalorienärmer und schonender für die Zähne ist im Vergleich mit herkömmlichem Zucker. Bei der Ernte können Sie die Steviablätter direkt oder aber getrocknet als Zuckerersatz verwenden und sowohl Ihre Speisen als auch Ihre Getränke süßen. Da die Blätter der Stevia sehr hitzebeständig sind, eignet sie sich auch hervorragend zum Kochen oder Backen. Auch als Pulver oder in flüssig verarbeitet ist Stevia als Süßstoff beliebt.

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