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Steckbrief

Echter Mehltau

Echter Mehltau
Echter Mehltau Rose
Echter Mehltau Salbei

Eigenschaften

Wirtspflanze:
Obst, Gemüse, Rosen, Weinreben, Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen, Ziergarten,
Symptome:
Einrollen, Verfärben und Abfallen der Blätter, Triebsterben
Aussehen:
weißlich mehliger Belag auf Triebspitzen, Blättern, Früchten und Blüten

Befallszeit

Beschreibung

Echter Mehltau

Schadbild vom Echten Mehltau

Der Echte Mehltau ist eine Pilzkrankheit, bei der der Pilz den Pflanzen die Nährstoffe entzieht. Die Blätter weisen zuerst auf der Blattoberseite kleine, weiße, mehlige Flecken auf, die sich später über die Blätter, Blütenknospen, Triebspitzen und Früchte großflächig ausbreiten. Bei Rosen treten häufig rötliche Verfärbungen an den Blättern auf, dabei handelt es sich um den Falschen Mehltau. Der Echte Mehltau kommt an Rosen auch recht häufig vor und führt auch zu weißen Flecken. Bei Rosen treten häufig zeigt sich das Schadbild von Echtem Mehltau in Form von rötlichen Verfärbungen. Der Hauptteil des Pilzes befindet sich außen auf der Pflanze. Daher kann der weiße Belag auf der Blattoberfläche ganz einfach mit dem Finger abgewischt werden. Die Blätter der Pflanzen rollen sich ein, färben sich später braun und fallen ab. Das führt zu optischen Beeinträchtigungen an der Pflanze. Bei starkem Befall kann es zu Triebsterben, Absterben des Pflanzengewebes und Hemmung der Knospenentwicklung kommen. Spezielle Arten des Echten Mehltaus sind

  • der Rosenmehltau: Diese Art des Pilzes kommt ausschließlich an Rosen vor.
  • der Rebenmehltau: Der feine, mehlige Belag befindet sich auf den Blattober- und -unterseiten, sowie auf den Blütenständen der Weinreben. Im späteren Verlauf werden auch die Beeren befallen. Die Blütenstände sterben ab und die Beeren platzen auf.
  • der Amerikanische Stachelbeermehltau: Die Früchte werden auch hier von einem zuerst weißen, später dann braunen Pilzbelag überzogen. Sie kommen nicht zur Reife und sind dadurch ungenießbar.

Die Überwinterung des Pilzes erfolgt in den Knospen der Triebspitzen und verbreitet sich mit dem Austrieb der neuen Blätter. Durch die auf der Oberfläche gebildeten Sporen werden immer neue Pflanzenteile infiziert. Der Echte Mehltau wird auch als „Schönwetterpilz“ bezeichnet, da er sich, anders als der Falsche Mehltau, bei trockenwarmem Wetter mit nächtlicher Taubildung am schnellsten vermehrt und ausbreitet. Auch durch eine zu stickstoffreiche Düngung wird die Ausbreitung des Pilzes gefördert, da das Pflanzengewebe sehr weich und damit ziemlich pilzanfällig ist.. Aber auch bei niedriger Luftfeuchtigkeit ist eine Entwicklung des Pilzes möglich. Er verbreitet sich durch Luftströmungen. Besonders trockene Pflanzen werden häufig durch Echten Mehltau befallen. Dabei ist es egal, ob es sich um Grün- oder Blühpflanzen handelt. Die Befallszeiten der einzelnen Pflanzen sind unterschiedlich:

  • Stachelbeere: Mai-August
  • Rosen: April-Juli
  • Weinreben: Mai-August
  • Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanze: Mai-August
  • Ziergarten: April-September
  • Gemüse: Mai-August
  • Laubgehölze: Juli bis September

Wirtspflanzen

  • Obst: Apfelbäume abhängig von den Sorten. Besonders empfindlich sind: Boskop‘, ‘Jonagold‘, ‘Cox Orange‘, ‘Jonathan‘ und ‘Ingrid Marie‘. . Außerdem Stachelbeeren und Johannisbeeren.
  • Gemüse: Echte Mehltaupilze sind weit verbreitet und kommen z. B. an Erbse, frische Kräuter, Gurke, Möhre, Pastinak, Rosenkohl, Schwarzwurzel, Tomate, Zucchini vor.
  • Rosen: alle Rosensorten
  • Weinreben: alle Weinsorten, auch Hausreben
  • Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen: Echte Mehltaupilze sind weit verbreitet und kommen z.B. bei Begonien, Klimme, Hortensie, Usambaraveilchen, Eisenhut, Astern, Bellis, Chrysanthemen, Rittersporn, Heidekraut, Petunien, Phlox, Veilchen, Clematis, Pfaffenhütchen, Mahonie und Rose vor.
  • Ziergarten: Stiefmütterchen, Rosen, Anemonen, Löwenmäulchen, Sonnenblumen, Vergißmeinicht, Veilchen, Phlox, Eisenhut, Astern, Bellis, Chrysanthemen, Clematis, Mahonie und Flieder.

Bekämpfung

So bekämpfen Sie den Echten Mehltau

Da sich der Echte Mehltau über Wind und Wasser überträgt, kann er zu einem echten Problem im Garten werden. Sie sollten also schnell Maßnahmen ergreifen, um einen Befall mit Echtem Mehltau und dessen Ausbreitung zu verhindern. . Dazu sollten im Herbst alle befallenen Pflanzen deutlich, also bis ins gesunde Holz, zurückgeschnitten werden. Das Schnittgut entfernen, aber nicht kompostieren, sondern über den Hausmüll entsorgen. Im vergangenen Jahr befallene Rosen und andere Zierpflanzen bzw. Ziergehölze sollten Sie im Frühjahr zurückschneiden. Beim Auftreten der ersten Flecken die Pflanzen sofort mit einem Pflanzenschutzmittel behandeln, welches gegen Echten Mehltau“ wirksam ist, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Auch das oft empfohlene Hausmittel, den Echten Mehltau mit einer Mischung aus Wasser und frischer Milch zu behandeln, kann bei ersten Symptomen helfen.
Mit Maßnahmen wie einer kaliumbetonten Düngung und gleichmäßigen Temperaturen können Sie das Risiko eines Befalls mit Echtem Mehltau reduzieren.  Vorbeugend  sollten Sie bei Gemüse auf einen ausreichend großen Pflanzabstand achten und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden. So können Sie einer rasanten Ausbreitung vorbeugen. Wann eine Behandlung zu wiederholen ist, hängt maßgeblich vom verwendeten Pflanzenschutzmittel ab. Die entsprechenden Angaben in der Gebrauchsanweisung sind zu beachten. Im Allgemeinen sollte die Behandlung von Echten Mehltau in folgenden Abständen wiederholt werden:

  • Apfel und Birne: 8-14 Tage
  • Stachelbeere: 7 Tage
  • Rosen: bei Bedarf wiederholen
  • Weinreben: 10-12 Tage und Spritzung schon kurz vor dem Austrieb
  • Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen: bei Bedarf wiederholen
  • Gemüse: 8-12 Tage

Hinweis: Der Pilz befindet sich auf der Blattunterseite Ihrer Pflanzen? Möglicherweise sind sie vom Falschen Mehltau befallen. Hier erfahren Sie alles, was Sie über diese Form der Pilzerkrankung wissen müssen.

Unser Tipp

Verwenden Sie im Ziergarten Produkte die gleichzeitig gegen Rost schützen.

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