richtig düngen
  1. COMPO
  2. Ratgeber
  3. Pflanzenpflege
  4. Grundlagen
  5. Dünger & Pflanzenschutz
  6. Richtig Düngen: Kraft für Ihre Pflanzen

Richtig Düngen: Kraft für Ihre Pflanzen

Ohne Nährstoffe geht gar nichts – das gilt für uns Menschen genauso wie für Pflanzen. Während wir Vitamine, Kohlenhydrate & Co. benötigen, um uns fit und gesund zu fühlen, entwickeln sich auch Pflanzen nur dann wirklich optimal, wenn sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden. Regelmäßige Dünung ist daher das A und O für gutes Wachstum. Die im Dünger enthaltenen Inhaltstoffe fördern das Pflanzenwachstum und stärken die Abwehrkräfte der Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten. Warum, wann und wieviel Sie düngen sollten, erfahren Sie hier.

richtig düngen

Warum tut Dünger der Pflanze gut?

Im Laufe der Zeit entzieht die Pflanze dem Boden wichtige Nährstoffe, die sie für die Bildung von Blättern und Blüten benötigt. Erst wenn die Pflanze im Herbst Laub abwirft oder ganz abstirbt, stehen diese Nährstoffe dem Stoffkreislauf wieder zur Verfügung. Wenn Ernte- oder Mähgut und abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden, werden dem Stoffkreislauf die Nährstoffe entzogen und der Boden verarmt. Die Folgen: fahle Blätter, grün hervortretende Adern, langsames Wachstum. Davon bleiben Ihre Pflanzen verschont, wenn Sie regelmäßig düngen, denn nur dann entwickeln sich Pflanzen gesund und sind widerstandsfähig gegenüber Krankheiten.

Wer üppige Blütenpracht und reiche Erntefreuden erleben möchte, sollte außerdem auf eine ausgewogene Düngung achten. Genau wie bei der eigenen Ernährung gilt auch hier: Für die optimale Entwicklung müssen alle Nährstoffe ausreichend vorhanden sein. Ein Nährstoff kann nicht durch einen anderen ersetzt werden. Wenn Sie Ihre Pflanzen gut beobachten, können Sie meist leicht erkennen, ob und welche Art von Nährstoffen ihr fehlen. So sind z. B. ein kümmerlicher Wuchs oder fahle Blätter Anzeichen für Stickstoffmangel. Wenig Blüten und kleine Blätter entstehen hingegen durch zu wenig Phosphor. Wirkt die Pflanze kränklich oder welk, deutet dies auf Kaliummangel hin.

Die wichtigsten Nährstoffe und Funktionen

Welche Nährstoffe benötigt die Pflanze?

HauptnährstoffFunktion

Stickstoff

Ist für das Wachstum der Pflanzen verantwortlich.

Phosphor

Unterstützt die Blüten- sowie Fruchtbildung und fördert die Bewurzelung von Pflanzen.

Kalium

Erhöht die Widerstandskraft der Pflanzen und verbessert den Geschmack von Obst und Gemüse.

Magnesium

Ist für die Blattgrünbildung wichtig und beeinflusst den Wasserhaushalt der Pflanze.

Kalzium

Fördert die Festigkeit des Gewebes und erhöht die Stressfähigkeit der Pflanze.

Was sind die Unterschiede zwischen Düngern?

Man unterscheidet zwischen rein organischem Dünger aus natürlichen Stoffen, mineralischem Dünger, der industriell hergestellt wird und organisch-mineralischem Dünger.

Organische Dünger

Organische Dünger bestehen aus pflanzlichen und/oder aus tierischen Inhaltstoffen (z.B. Traubenkernschrot, Kakaoschalen, Hornspäne oder Seevogel-Guano). Die Umwandlung der organischen Stoffe in pflanzenverfügbare Nährstoffe ist ein langsamer, natürlicher Vorgang (Mineralisierung). Die natürlichen Rohstoffe müssen zunächst von Mikroorganismen im Boden zersetzt werden. Daher werden die Nährstoffe langsam und über einen längeren Zeitraum hinweg abgegeben. Das Bodenleben wird dabei aktiviert und die Humusbildung gefördert.

Organisch-mineralische Dünger

Bei der Zersetzung organischer Materialien durch die Mikroorganismen im Boden wird vorwiegend Stickstoff produziert. Um die Pflanzen auch darüber hinaus mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, werden organische Dünger mit mineralischen Bestandteilen angereichert. Auf diese Weise entsteht ein organisch-mineralischer Dünger. Auch viele organisch-mineralische Dünger bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Rohstoffen.

Mineralische Dünger

Mineralische Dünger enthalten die für die Pflanzenernährung wichtigen Nährstoffe in Form von Mineralien und Salzen. Sie lösen sich durch die Bodenfeuchtigkeit auf, so dass die Pflanzen unmittelbar auf die Nährstoffe zugreifen können. Als schnelle Energielieferanten mit leistungssteigernder Wirkung kommen Sie vor allem bei stark zehrenden Pflanzen und anspruchsvollen Dauerblühern zum Einsatz, werden jedoch auch bei Mangelerscheinungen verwendet.

Neben den mineralischen Sofort-Düngern gibt es auch die mineralischen Langzeitdünger. Diese setzen ihre Nährstoffe im Einklang mit den natürlichen Wachstumsfaktoren Wärme und Wasser über einen längeren Zeitraum (in der Regel 3 bis 6 Monate) kontinuierlich frei. Die Pflanzen sind somit bis zu einer Gartensaison lang ausreichend mit allen benötigten Nährstoffen versorgt.

Wann ist die beste Zeit zum Düngen?

Die wichtigste Regel bei der Nährstoffversorgung lautet: Nur während der Wachstumsphase düngen! Vor allem Stauden, Obst und Gemüse bilden ansonsten immer wieder neue Triebe aus, was dazu führt, dass sie gegen Frost besonders empfindlich werden. Daher am besten nur bis Mitte August düngen; danach sollte für Sträucher und Stauden nur noch kaliumbetonter Herbstdünger eingesetzt werden. Ist der Sommer sehr heiß, sollten Sie vor dem Düngen gründlich wässern. Die beste Tageszeit ist frühmorgens oder am Abend.

Flüssigdünger

Flüssigdünner dringen sofort ins Erdreich ein und wirken daher sehr schnell. Dabei vertragen Pflanzen kleine, häufige Düngegaben besser. Langzeitdünger machen es dem Gärtner leicht, da sie über drei bis sechs Monate wirken.

Flüßßigdünger

Wie viel Dünger braucht die Pflanze?

Da jede Pflanze andere Ansprüche hat, ist es ratsam, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Dünger zu verwenden. Zu wenig Dünger führt zu einem verminderten Wachstum und einer weniger ertragreichen Ernte. Wohingegen eine Überversorgung mit Nährstoffen der Pflanze ebenfalls schadet. Das Gewebe wird weich und die Pflanze knickt bei Wind schneller um. Außerdem wird sie anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

Vor allem unter den Gemüsearten gibt es sogenannte Schwach-, Mittel und Starkzehrer, die jeweils unterschiedlich viele Nährstoffe benötigen. Zu den Schwachzehrern zählen die meisten Kräuter sowie Erbsen und Radieschen: Sie kommen mit wenigen Nährstoffen gut zurecht. Etwas mehr Dünger benötigen die Mittelzehrer wie Erdbeeren, Kohlrabi und Karotten. Zu den Starkzehrern, die am meisten Nährstoffe benötigen, gehören Tomaten, Gurken, Kürbis und Kohl. Ähnliche Unterschiede gibt es bei Zierpflanzen. Informieren Sie sich am besten noch vor dem Kauf über die spezifischen Anforderungen der Kultur und stimmen Sie die Düngung entsprechend auf die Pflanze ab. Genaue Dosierhinweise finden Sie auf allen Düngerverpackungen.

Teilen

Newsletteranmeldung

INFORMIERT BLEIBEN

Erhalten Sie saisonale Pflegetipps und Inspirationen rund um die Themen Garten, Rasen, Pflanzen, Dekoration und vieles mehr per Newsletter. Pro Monat erhalten Sie maximal zwei Newsletter.

 

VIELEN DANK FÜR IHRE ANMELDUNG!

 

Sie erhalten umgehend eine Bestätigungsnachricht per E-Mail. Klicken Sie auf den enthaltenen Link um Ihre Anmeldung zu bestätigen.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an.

Bitte bestätigen Sie Ihr Einverständnis durch Setzen eines Häkchens.

COMPO

COMPO. Ganz einfach schöne Pflanzen.

Ob mit zwei linken Händen oder einem grünen Daumen - gemeinsam zu mehr grüner Lebensqualität.

Folgen Sie COMPO auf:

Mehr zu COMPO